Berichte der Teams nach dem 1. Korridor

Team Aros

Aros, Udo Wedlandt: Es geht uns gut, Mensch und Maschine sind wohlauf, ein paar kleine Defekte, Längslenkerbuchsen gewechselt, hatten die fünfte Reifenpanne gehabt, mittlerweile sind wir Profis darin das hier in Rumänien zu Organisieren. Scheinbar haben wir ein Problem mit den Ventilen, die uns abreissen, aber das ist hier in Rumänien überhaupt kein Problem und wir hoffen, dass wir mit den vier Reifen am Fahrzeug und dem einen Reservereifen die 2. Etappe überstehen werden. Thermische Probleme vom 110er haben wir auch in den Griff bekommen. An einer anderen Stelle haben wir uns sehr verzettelt, viel gewincht und haben dann entschlossen auch aus dem Korridor zu fahren um rechtzeitig ins Ziel zu kommen. 

Team Bedrock

Bedrock, Monny: Es war durchwachsen für uns. Wir hatten einen schnellen Start in den Korridor, haben auch gleich den ersten Sattel gemacht. Natürlich musten wir auch winchen, hatten einen schönen Schlafplatz, haben auch andere Teams getroffen. Am nächsten Tag haben wir das ganz große Los gezogen und in der ganzen Fahrzeit genau 16 Kilometer gemacht, waren nur am Winchen, den Berg hoch, den Berg runter, dann bei dem einen Dreiachser einen von sechs Zylinder verloren. Dann waren unsere Scouts unterwegs haben einen Weg von einem Berg runter gesucht, der aber nur mehr auf der Karte war und nicht im Gelände. Während die Scouts gesucht haben, haben wir den Motor repariert und dann blieb uns nichts anders übrig als die Volvos den Berg runter abzuseilen. Da haben wir uns dann entschieden aus dem Korridor rauszugehen um in der Wertung zu bleiben und Kilometer gemacht. Wir haben noch einen schönen Schlafplatz gehabt auf einer Wiese am Waldrad mit tollem Blick über die ganze Gegend hier. Als absolute Bedrock-Premiere bei einer SuperKarpata Trophy haben wir die Ziellinie von der richtigen Seite überfahren. Uns geht es gut, wir grüßen alle Fans, Freunde und Bekannte.

Team Belgian Defenders

Belgian Defenders, Jürgen Baus: Prima geht es uns, jetzt geht es uns sehr gut. 1. Tag haben wir viel Zeit verloren, wir haben ein bisschen einen anderen Weg genommen, bisschen aus dem Korridor rausgefahren, schöne Wege gefunden, tolle Stücke. Schönes Wetter, schönes Land. Wir sind zum ersten Mal dabei, wir warten schon zwei Jahre auf die SuperKarpata Trophy, dass wir mitfahren. Wir haben dafür extra ein bisschen Zeit gehabt die Autos zu präparieren. Wir fahren auch ohne Probleme bisher. Ein Schafhirte mitten im Wald hat uns einen Weg gezeigt, der war toll. Wir grüßen alle zuhause unsere Frauen und Freunde.

 

 

Team Hurrican Knights

Hurrican Knights, Mathias Kramser: Wir wollten unbedingt mitfahren, weil wir das im Fernsehen gesehen haben, wir sind komplette Offroadneulinge. Dann haben wir ein zweites Team gebraucht, dann Rainer und Petra über die Fahrerbörse gefunden. Beim Jeep sind dann bei der Anreise die Bremsen steckengeblieben. Bei mir ist beim Puch G das Radlager einen Kilometer hinter der rumänischen Grenze verreckt. Wir sind aber damit noch zwei Tage im Korridor gefahren aber dann ging es nicht weiter. In einem alten rumänischen Sägewerk hat man uns dann geholfen und die ganze Achse ausgedreht um ein neues Lager einzusetzen, weil das alte sich so verrieben hatte. Das neue Radlager haben wir aus Timisioare organisiert. Beim Jeep ist leider die vordere Steckachse und hintere Kardanwelle gebrochen, damit geht gar nichts mehr.

Jetzt helfen wir ganz viel anderen Teams. Den Sechsrad haben wir die Winde repariert, ich bin Mechaniker und Albert ist Elektriker. Den Unlimited haben auch geholfen, eine Lichtmaschine haben wir repariert, auch den Allrad geholfen. Obwohl wir aus dem Bewerb sind, haben uns die anderen Teams jetzt schon gebeten, dass wir mit ihnen mitfahren, weil allein (nur mit einem Auto) dürfen wir nicht in den Korridor. Aber es ist schön hier, trotzdem geht uns das Daheim ein bisschen ab.

Team Jeep Team

Jeep Team, Remo Troxler: Gut in den Korridor gestartet, Winde hat nicht funktioniert, dann habe ich es mit der Brechstange probiert: Kreuzgelenk und Flansch abgerissen, haben im Bachbett zweieinhalb Stunden gewerkelt, sind dann hoch und wieder runter im Korridor, da hat aber nichts gepasst, also sind wir ein bisschen raus aus dem Korridor, dann wieder rein und haben da gut übernachtet. Am anderen Tag sind wir wieder den Berg hoch, wieder nichts, wieder alles zu. Dann sind wir teamsaurer2 hintennach, das konnten wir aber nicht fahren, zu steil. Im Korridor hatten wir alle Wetterstimmungen gehabt, schöne Sonne, einfach perfekt. An alle zuhause: Uns geht es gut, wir haben schönes Wetter und viel Spaß, Gruß an alle Freunde und schönen Urlaub meiner Frau und den Kindern.

Team Korridor Express

Korridor Express, Martin Friedl: Da wir gehört haben, dass es anderen viel schlechter geht, geht es uns jetzt wieder gut. Wir hatten relativ viele Stehzeiten in Summe 8 bis 9 Stunden, wo wir gar nicht gefahren sind, wegen Reparaturen oder dem Warten auf andere Teams in Winch-Passagen. Sodann hatten wir nicht mehr die Zeit uns die Zeitgutschriften bei den Kontrollpunkten zu holen. Relativ viel mussten wir auch Rausfahren und waren in Summe sieben Mal in den Inseln drinnen, haben relativ viele Strafkilometer. Auch ein Bremsschlauch ist uns abgerissen und dann noch in einem Hohlweg trotz Padlocks sind uns beide Hinterreifen von der Felge gesprungen. Die Reifen wieder auf die Felgen zu bringen hat vier Stunden gedauert, weil wir an der Winde in einem extrem steilen Hohlweg standen. Aber das Wetter ist schön und wir freuen uns, dass wir da sind.

Team Lord of Darkness

Lords of Darkness, Rainer Maisch: Es läuft gut, Autos sind noch in Ordnung. Wir haben ein großes Stück im Korridor abgeschnitten wie viele andere Teams auch. Wir haben eine wahnsinnig romantische Strecke gefunden, wie auch die Bedrocks, die zwar etwas Zeit gekostet hat, aber wunderschön an einem Flußtal entlang, einfach nur schön. Gestern ist es sensationell gelaufen dank unserer Navigatoren, 160 Kilometer im Korridor bevor wir wieder raus musten durch eine Insel. Dermal sind wir aus der richtigen Richtung über die Ziellinie gefahren. Danke an alle, die uns unterstützen und die Kommentare auf unserem Blog schreiben. Wir wollen durchkommen, in der Wertung bleiben und gesund nach Hause fahren.

Nici un pic normal in Cap I und II, Ruedi Ringer: Nicis ist die Abkürzung und unser Name heißt übersetzt: Nicht normal im Kopf. Wir fahren zusammen und machen alle Sonderprüfungen zusammen. Wir haben am Anfang den Korridor analysiert und sofort gesehen – alles zu fahren ist für uns unmöglich. Wir haben den Vorteil, das wir das Gelände hier aus Erfahrung ganz gut kennen. Wir haben sogar teamsauer2 hier am ersten Tag eingeholt, Martina hat genial navigiert, dann gings einen Steilhang noch und alle mussten an die Winch. In der Nacht hat es dann extrem geregnet, sind einen geplanten Hohlweg rein, aber bald festgestellt, da brauchen wir viel zu lang um den ganzen Korridor zu machen, also strategische Entscheidung – raus aus dem Korridor und die Strecke abzuschneiden. Die letzten zwei Tage waren wir ganz gut unterwegs. Am Montag haben wir uns in einem schönen Gebiet drei Stunden beschäftigt mit drei Motorsägen um einen alten Weg freizumachen und das für eine halbe Stunde Fahrt, alte gefallene Bäume wegschneiden und mit der Seilwinde wegziehen. Aber wir haben ja einen Vorteil: Wir haben eine Mitarbeiterin von mir mit: Roxanna, sie ist gebürtige Rumänin, stammt aus Braslov, und steuert bei uns das Frauenauto bei Nici 2. Und ich muss sagen, die sind wirklich schnell, so schnell wie ich und mit der Erfahrung werden die immer besser. Es war so eine schöne Tour, dass ich vom Trophy-Modus in den Touristen-Modus geswitcht habe, weil es so schön ist hier zu fahren mit toller Aussichten auf den Hochebenen.

outofcontrol.ch – Romaniacs, Carmen Hrup: Wir kennen uns eigentlich noch nicht so lange. Aber was ich in diesen Tagen gelernt habe, es geht nicht nur um den Wettbewerb, es geht um die Leute, wir haben eine sensationelle Zeit mit tollem Teamwork zusammen und das motiviert. Sehr gute Streckenkorridor, sehr gut geplant. Natürlich schwierig, es hat auch geregnet und rutschig. Aber wir sind schöne Sachen gefahren.

Sechsrad, Hudribusch Karl: Wir haben den Steilhang hinter uns gebracht und dann hat es gehagelt. Aber es war schön. Es waren mehr Seillängen als wir angenommen haben. Wir sind zum ersten Mal bei der SuperKarpata. Wir kommen von der Wüstenfahrerei. In der Hellsklamm sind wir ein paar Mal gefahren, von den Bergen her ist das wirklich toll. Von der Navigation her haben wir noch ein Problem, weil wir oft in Wege kommen, die dann auf einmal aus sind. Leider hat uns unser Scout/Navigator kurz vor der Trophy abgesagt. Und es ist dann nicht so leicht jemanden zu finden, der hier mitfährt, im Freien schläft bei jedem Wetter und mit dem „alten“ Pinzgauer mitfahren will. Ich würde jedem empfehlen, hier einmal in das Land zu kommen. Das Land ist sehenswert, die Menschen sind freundlich, niemand ist aufdringlich. Es ist wie eine Zeitreise in die 70er Jahre.

Team Sissies Reloaded

Sissies Reloaded, Max Schultz: Es passt alles, wir sind fit, alles gut. Wir haben allerdings nicht so viel gerissen. Wir haben zwar am Ende des 1. Tages alles Equipment, das ich eingebaut habe, getestet. Also Top-Winch, Front-Winch aber wir sind nicht so weit gekommen. Wir haben uns ewig hochgewincht, aber dann doch festgestellt, dass der Weg nicht weitergeht und dann sind wir wieder umgedreht. Wir wissen, dass die Winden funktionieren, aber das allein war nicht so erquicklich. Aber insgesamt, es läuft gut, wir haben Spaß und jetzt gucken wir mal, was das Ergebnis so bringt. Wir haben Granaten-Schlafplätze gehabt, wirklich schön. Wir haben immer gesagt, wenn es auf dem einen Berg regnet dann müssen wir rüber auf den anderen, damit wir auf jeden Fall einen trockenen Schlafplatz kriegen.

Spirit of Expedition, Bernhard Hofstätter: Ja uns geht es wie immer gut, die Stimmung im Team ist sehr gut. Regen war auch wie jedes Jahr. Wir haben heuer das erste Mal eine volle Roulade gemacht, sind am Dach gelegen mit Michis Landrover, eine halbe Stunde später sind wir weitergefahren als wäre nichts gewesen. Strategisch haben wir richtig entschieden, wir sind diese letzte Klamm nicht reingefahren, wir haben uns das angesehen und beschlossen, dass das nicht zu machen ist. Die Teams die jetzt drinnenstehen, werden auch morgen noch drinnenstehen. Sonst haben wir nur Kleinigkeiten, Stoßdämpfer verloren und ein paar kleine Reifenpannen. Ich freue mich schon auf den 2. Korridor. Wenn man da hinkommt, wo wir waren und wir haben ja doch ein bisschen Erfahrung, dann ist das landschaftlich wunderschön.

Tibus, Wolfgang Tibus: Leider geht es uns nicht so gut, wir haben einen Ausfall mit dem Unimog. Beim Rückwärtsfahren haben wir einen dicken Ast in den Kühler bekommen, der hat sich über die Hinterachse eingefädelt und ist mitten durch den Kühler gefahren. Wir konnten den Kühler zwar reparieren, aber die Kopfdichtung hat etwas abbekommen. Wir können zwar noch damit fahren aber nurmehr bis 100 Grad Wassertemperatur, deswegen müssen wir leider abbrechen. Aber vom Fahren, vom Gelände her sind wir begeistert, wo die anderen Winchen da fahren wir überall durch mit unseren Defendern und dem Unimog, beide haben Portalachsen. Aber wir wollen jetzt nicht riskieren einen totalen Motorschaden zu haben. Von den Autos her sind wir sehr zufrieden, einmal standen wir in einem Bachbett zum Schlafen, die Leiter stand im Wasser, das war schön, aber liegt auch vielleicht ein bisschen an der Navigation. Da sind wir nicht so gut darin, das hat sich sehr entwickelt. Da wo wir einen Weg sehen, sehen andere einen Bach und wer das kennt, der weiß das vielleicht. Wir können das noch nicht unterscheiden und haben auch offenbar nicht das Kartenmaterial dafür.

Team United

United, Röhsler Max: Wir haben den ersten Tag ziemlich viel gekoffert und mittelprächtig erfolgreich und sind doch durchgekommen, am zweiten Tag viel Zeit im Korridor verbraucht und am Ende dann aus dem Korridor herausgefahren weil wir es sonst nicht mehr geschafft hätten. Am dritten Tag haben wir dann zum Spekulieren angefangen und haben einen Anstieg genommen, der relativ brutal war, dabei haben wir uns die Kardanwelle abgerissen und einen Längslenker, einen Tag vorher den Keilriemen verloren und Probleme mit dem Sensor der Motortemperatur. Alles in allem haben wir rund 6 Stunden gezangelt. Aber wir haben alles repariert und sind jedesmal wieder weitergefahren obwohl wir jedesmal gedacht haben  jetzt ist das ein Totalausfall. Wir haben einen Teamsprit der unschlagbar ist. Ein schönes Erlebnis war ein Bär, der auf einem Anstieg vor uns den Weg überquerte. Was uns am meisten freut ist der Teamspirit der uns antreibt.

Team Unlimited

Unlimited, Dieter Pfaff: Wir haben schon lange den Traum bei der SuperKarpata Trophy mitzufahren, haben alle Videos geschaut die es auf YouTube gibt. Bei uns im Freundeskreis haben wir niemand gefunden der mitfährt aber über die Fahrerbörse auf der SuperKarpata Homepage haben wir den Eberhard und Hans-Martin gefunden, ein halbes Jahr vor der Trophy, haben geschaut ob das passt, sind gemeinsam Offroad gefahren und ja, das hat gepasst. Dann haben wir die Autos aus- und aufgerüstet und uns mit der Navigation beschäftigt. Jasmin und ich waren schon drei Mal in den Karpaten mit dem Jeep, aber das Fahren im Korridor mit einem Zeitrahmen ist dann was anderes, da darfst Du Dich nicht festfahren und ewig brauchen. Unser erstes Ziel ist es anzukommen, in der Zeit ins Mittelziel zu kommen und mit Köpfchen zu fahren nicht mit der Brechstange. Gruß nach Hause, es ist alles Ordnung, wir kommen wieder zurück.