Post von den Teilnehmern

Auf dieser Seite bringen wir die Berichte der Teams, die sie uns per SMS oder email übermitteln. Vernünftige Daten- oder GSM-Verbindungen sind hier südlich von Lugoj in den Bergen leider selten und spärlich. Sobald wir guten Internetzugang haben, ergänzen und erweitern wir diese Seite.
15. 5. 2015, 13:47 Uhr:
Rhoihesse Ranger: Wir müssen leider das Handtuch werfen, eins unserer Autos lässt sich nicht mehr im Geländemodus fahren und hat damit nicht die ausreichende Bodenfreiheit. Jetzt versuchen wir so schnell es geht wieder nachhause zu kommen, damit sich das Fahrwerk nicht noch mehr absenkt, und wir dann gestrandet sind. Wir wünschen trotzdem allen noch eine schöne Zeit und gutes Gelingen. Wir bedauern noch mal unser Aufgeben, aber es geht nicht anders.
12. 5. 2015, 22:20 Uhr:
Helmut Monninger, Team Bedrock: Team Bedrock legte am 2. Fahrtag enorme 16 km zurück. Darin enthalten waren sechs Stunden winchen und eine kleine – leider erfolglose – Motrorreparatur. Also auf fünf Zylindern weiter, das geht nur mit der Winde.
Nachdem alle Volvos den Berg wieder runter waren (oder über den Berg..?) wurde genau 6 Minuten vor dem Ende der erlaubten Fahrzeit das Camp bezogen.
Während der weltbeste SK-Küchenchef das Abendmahl bereitete (Wurstbrät mit Kartoffelpüree, dazu natürlich Bedrock-Bergebier), schraubten andere am kranken Motor und das Lagerfeuer wurde parallel entfacht.
Pünktlich zum Abendessen lief der Motor wieder auf allen vorhandenen Zylindern. Der Rest ist Routine, früh gings in die mehr oder weniger bequemen Kojen.
Heute Vormittag wollten wir den ersten Checkpoint anfahren und brauchten auf dem Weg dahin endlos Zeit. Umgestürzte Bäume wollten entfernt werden, Erdbewegungen waren notwendig und der eine Dreiachser musste vor dem Umstürzen bewahrt werden. Endlich wieder auf Asphalt musste eine Kraftstoffversorgungsstation (vulgo: Tankstelle) gesucht werden, die 98-oktaniges Benzin vorrätig hat. An eben dieser entschieden die besten Navigatoren der Bedrocker, dass jetzt ausserhalb des Korridors Kilometer gemacht werden, damit wir noch “in time” die Ziellinie überqueren können.
Aktuell stehen wir auf einer idyllischen Bergwiese auf N44* 50.016′ E22* 26.463′
Es gibt Gulasch! Wenn Robert noch was abhaben will, muss er Gas geben 😉
Monny, Team Bedrock
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12. 5. 2015, 0:28 Uhr:
Fritz Fankhauser, Team OneSpirit: Es hatte zeitweilen in der Nacht geregnet. Wir sind mit unserer Ausrüstung bezüglich dem Schlafen / Kochen / Essen sehr zufrieden. 2 günstige Faltpavillion dienen als schneller „Erstregenschutz“, danach wird sofort eine dichte Allzweckplane darübergespannt und mit grossen Herringen fixiert. Das alles stellen wir zwischen die Hecktüren der beiden Fahrzeuge, so das wir uns im Trockenen aus der Beladung bedienen können.
Wenn das gemacht ist, gibts immer Appero. Dabei wird natürlich über die verschiedensten Situationen von Tag diskutiert.
Was ist heute passiert:
Beim Frühstück besprachen wir eine weiteres Mal unsere Taktik. Die ich hier natürlich nicht verrate. Nun kamen wir in eine Gebiet das wir vom letzten Jahr, unserem Traning hier, kannten. Bei der Einfahrt in den Nationalpark begneten wir einem Pressefahrzeug. Dieser sagte uns, das zwar die Schranke geöffnet sei, aber sich ein Ranger oben befinde, der von einer Bewilligung der SuperKarpata-Fahrzeuge nicht wissen wolle. So war es dann auch. Soeben hatten wir einen Versuch einen Holzerweg zu bezwingen aufgegeben, kam der Ranger, stellte sein Pickup uns in den Weg und ……….tja, wir folgten ihm zu seinem Büro ins Dorf. Dort hatten wir auch Natelempfang so das wir ihn mit der Rennleitung verbinden konnten. Irgndwie wollte er dann das alles noch mit seinem Vorgesetzten abklären. Er hat nur seinen Job gemacht, und den gut. Wir wollten keine Zeit vergeuden und fuhren weiter. Denn die Zeit die wir zur Verfügung haben wird knapp, sehr knapp. Wir haben 31 Stunden Fahrzeit für ein unwegsames riiiiiiiiiesiges Gebiet. Wir fanden einen Weg auf eine schöne Anhöhe nahe der Waldgrenze. Das ist Offroadfahren. Kilometerlanges gutes Fahren, nicht ohne Konzentration zu fahren, und doch ohne sich mit Winden hoch zu ziehen. Allerdings oben auf der Alp wurde es noch einige Male heikel. Auf dem Gras war es zu schmierig, auf den Alpenrosen ging es. Als Schweizer kannst du das jetzt fast nicht lesen ohne es schmerzt in der Brust. Die Anhöhen sind praktisch nicht bewirtschaftet. Ob du da Gras oder was anderes überfährst, es hat von allem in Übermengen. Die Aussicht war etwas vom Nebel verdeckt, doch an einigen Orten fabelhaft.
Bei der Abfahrt trafen wir eine Schafhirten-Familie in einer erbärmlichen Hütte. Sie sprach sehr viel mit uns, auf rumänisch. Am Tonfall an merkten wir das sie sich freute uns zu sehen. Wir gaben ihr eine Schokolade und sie uns Schafkäse.
Nun zur Abfahrt:
Es bagann zu regnen. Nicht ideal. Wir fanden einen Weg. Der ist speziell für Motocross beschildert. Nicht ideal, 2 Räder zuviel. Und dennoch, kämpften wir uns hinunter. Das Team: Fritz voraus, Weg erkunden. Ädu mit der Motorsäge sägt enge Passagen frei. Kis räummt das Holz aus dem Weg. Micha und Chrig fahren den Weg.
Das wäre der Idealfall. Zwischendurch muss aber wieder ein Fahrzeug an die Winde, was viel Zeit und Energie kostet. Plötzlich nach ca. 2 km macht der Töffweg einen solchen Schlenker mit einer Steinstufe, das wir es dort nicht schaffen. Es ist ca. 18:50 Uhr, noch Max 1 1/2 Stunden dann muss Nachthalt gemacht werden sonst sind wir disqualifiziert. Fritz und Kis weit voraus im Wald unten am Weg suchen. „Wir fahren jetzt los, das kommt schon gut“, hören wir im Funk. „Nein stopp“ intervenieren Fritz und Kis. „Bevor wir nicht DEN rettenden Weg haben, wartet bitte“. Das war goldrichtig darauf zu hören. Wir hätten im steilen, nassen, glitschigen Wald übernachtet, weil wer 20:30 Uhr nicht stoppt ist raus aus dem Rennen.
So haben wir hier Hörndli und Gehacktes mit Rüeblisalat gegessen. Vor allem Ädu und Micha haben sich den Plan für die morgige, heikle Aufgabe gemacht. So packen wir’s!
Gruß Fritz
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11. 5. 2015, 17:03 Uhr:
Ole Wegner, Team Dirt Devils: Wir haben drei Tage gekämpft, fast ohne Pausen. Wir müssen es akzeptieren, dass Auto von Ole ist definitiv nicht reparabel. Die Dirt Devils werden bei Ihrer 6. SuperKarpata nicht mal die Mitteletappe erreichen.
Eins ist mir an dieser Stelle wichtig zu sagen. Alle Teams standen hinter uns, haben Support angeboten, uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wir sind darüber sehr dankbar. Ein Hoch auf alle SK-Teilnehmer. Eine solche Gemeinschaft ist einzigartig. Danke Jungs und Mädels!!!!!!
Dank auch an das Team von Georg, dass Ihr den verbleibenden drei Devilsa die Möglichkeit gebt wenigstens noch ein bisschen „Urlaub“ zu machen.
Thorsten, Eckhard und Boris bleiben. Ole wird voraussichtlich morgen nach Hause fliegen, das Auto kommt mit dem ADAC nach.
Da ich euch alle nun nicht mehr sehe, auf diesen Weg vielen Dank für die trotzdem tolle Zeit, es hat eigenartigerweise viel Spaß gemacht.
Danke, Tschüss, over and out – Ole von den Dirt Devils…
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11. 5. 2015, 3:19 Uhr:
Ole Wegner, Team Dirt Devils: Es ist der emotionsreichste Tag (bzw. 24 Stunden) in unserer SK-Geschichte. Ein Wechselbad der Gefühle. Auf dem Weg zum Treffpunkt rauchte unserer Turbo ab, wir hatten Ersatz dabei, bauten um und fuhren weiter. Nach 100 km 160 Grad Öltemperatur gab unser gebrauchter Ersatzturbo auf. Ca. 4 Liter Öl kamen aus dem Auspuff, Motor drehte hoch, aus die Maus. Für uns alle war klar, erster Ausfall der Dirt Devils. Wir beschlossen das drei von uns im 90er weiterfahren und sich dem Team Sissies anschließen. Ein unfassbares Hoch auf die Sissies, die nach 3 Sekunden Teamnbeprechung sagten: „klar, kommt mit“. 3 Personen ab Marsch in den grünen 90er, Thorsten saß auf der Cubby box und die letzten 200 km zum Start. Ole blieb und wartete auf Rettung, den ADAC. Um 2:00 kamen die ungarischen gelben Engel, retteten Ole. Die Fahrt ging direkt ins Hotel, welches der ADAC sponserte. Direkt kippte Ole ins Hotel und erfreute sich plötzlich Gast einer ungarischen Hochzeit zu sein, 2, 3 Drinks später begab ich mich zur Ruh. Nach drei Stunden Schlaf hieß es aufstehen, die ungarischen Werkstattmeister zu überzeugen das ich jetzt, genau jetzt einen neuen Turbo benötige. Thorsten, Eckhard und Boris sind zwischenzeitlich im Camp angekommen, der Bandscheibenvorfall für Thorsten war nach 200 km auf der Cubby-box im Defender vorprogrammiert. Nach stolzen zwei Stunden Schlaf waren die drei zur Teambesprechung.
Nun warten auf unseren inzwischen dritten Turbo. Freunde, Bekannte und Facebook-Fans baten Hilfe an, telefonierten, dolmetschten und standen mit Rat zur Seite. Um 14:30 war ein gebrauchter ungarischer Turbo besorgt, eingebaut und ab marsch.
Das Restliche Team jubelte und beschloss das gemeinsam gestartet wird. 500 Meter vor Korridoreintritt trennte sich das Team vor Ort von den Sissies und begann auf Ole zu warten.
Und dann… Auf der Autobahn drehte der Motor von Ole hoch, es roch nach dem endgültigen Aus von Ole, Motorschaden at it best. Schneller Call zu den verbleibenden Jungs: „Los startet, genießt die SK ohne mich, ich komme irgendwie nach Hause. Das Team startete in den Korridor.“
Ole nahm alle Energie und überzeugte die Mechaniker aus Ungarn zu überzeugen seinen Wagen auf der Pannenspur zu reparieren. Doch kein Motorschaden, Push! 30 min später machte sich Ole auf den Weg nach Rumänien, informierte das Team welches sofort gewartet hatte. Um 20:20 Uhr überquerten wir gemeinsam die Korridorgrenze. Die Devils sind am Start, ohne DQ. Überglücklich machen wir uns an die verbleibenden Reparaturen. Zur Zeit wird noch die Zylinderkopfdichtung getauscht.
Morgen greifen wir an…
Go Devils go…
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9. 5. 2015, 19:35 Uhr:
Ole Wegner, Team Dirt Devils: Technische Herausforderungen bereits vor dem Eintritt in der Korridor. Turbolader defekt. Ersatzteil an Board und erfolgreich eingebaut. Dennoch deutliche Probleme bei der Öltemperatur, was eine langsame Fahrt erfordert. Wir rechnen mit einem Eintreffen am Start in RO gegen 1–2 Uhr. Während ein Teil des Teams morgen die Route planen wird, wird der andere Teil versuchen den Fehler final und endgültig zu fixen.
SMS-Nachtrag von Ole: Trotz des Einsatzes von Michi Waldl, Team Spirit of Expedition, der den Turbolader in seiner Werkstatt umbaute (Besonderen Dank an Michi.) ereilte den Motor mit neuer Beatmung auf der weiteren Fahrt ein kapitaler unreparierbarer Motorschaden. Leider ist die Trophy damit für mich zu Ende.
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9. 5. 2015, 14:43 Uhr:
Fritz Fankhauser, Team OneSpirit: Nach einer ca. 12-stündigen Anfahrt, kamen wir um 16:00 Uhr zur Startparty der SuperKarpata 2015 an.
Es ist unser erste Teilnahme an einer SuperKarpata Trophy. Alles ist neu, doch werden wir sehr herzlich empfangen und da und dort ergeben sich interessante Gespräche. Ein, zwei Worte wo her kommst du, aber dann wird gefachsimpelt!
Wir waren erstaunt über die Vielfalt der Fahrzeuge. Von High Tech Gerät, bis zum Oldtimer gibt es alles.
Wir erledigten unsere Arbeiten (Räder wechseln, offizielle Aufkleber anbringen und Schlafplatz einrichten) und setzten uns zu Tisch. Danke Florian und seinem Team, es war herrlich. Die nächsten Abendessen werden wir selber in freier Natur zubereiten.
Da wir doch alle sehr wenig geschlafen hatten in der vorigen Nacht, suchten wir unser Nachtlager zeitig auf. Die für uns gerechnete Menge Bier wurde den Holländern hingestellt, wie wir am nächsten Morgen vernahmen. 😉
Heute morgen kamen nochmals einige „potenziell gefährliche“ Autos angereist.
Die angesagte Sonderprüfung war schnell erledigt, unser Naturmensch Ädu hatte die Tafel mit der 8 drauf fix vom Baum geholt.
So befinden wir uns nun auf der rund 660 km langen Verbindungsetappe nach Lugoj in Rumänien. Dort campen wir erneut, und morgen 9:00 Uhr ist Fahrerbesprechung. Dort geht’s dann ans Eingemachte. Wir freuen uns drauf!
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