Kalt, kälter, Regen und Wind

Tag 1 der SuperKarpata Trophy 2012 in Rumänien. Für einige Teilnehmer diente ein Großteil der Nacht nicht zur Erholung von der Anreise sondern zur Reparatur der angeschlagenen Fahrzeuge.

Das Team Spirit of Expedition, das ja mit einem Differential- und Kardanwellenschaden vermutlich im zweirad-angetriebenen Modus nicht sehr aussichtsreich in die Trophy gestartet wäre, wurde vom Expressdienst aus Willendorf (Frau Waldl) noch in den Morgenstunden mit den neuen Ersatzteilen versorgt. Um 4 Uhr morgens waren die Teile Kardanwelle und Differential im Camp und nach einer 4-stündigen Schraub-Aktion von Michi Waldl, erstrahlt der Defender wieder im fahrbereiten technischen Glanz.

Den Effizienpreis im Reparieren erhält das Team Offroad-Klub Klausen. Nachdem bereits auf der Anreise in Ungarn sich der Schaden am Motor dramatisierte und an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken war, drehte ein Teammitglied wieder um Richtung Wien um keine Zeit bei der Ersatzteilbeschaffung zu verlieren. Der Rest des Teams startete mit der Zerlegung des defekten Motors.

Solidarität trotz Konkurrenz: Ein zweites Pinzgauer-Team „teamsaurer1“ (bereits in Rumänien) wurde kontaktiert ob sie wüssten, wer Kolben, Pleuel, Zylinder, Lager und ein paar weitere Ersatzteile hätte, diese konnte mit einigen Telefonnummern dienen, diese wurden abtelefoniert und hatten keinen Ersatz parat, aber eine weitere Telefonnummer. Mit dieser Info wurde eine weitere Person in Österreich aktiviert, der die dringend nötigen Bestandteile besorgte und dem „ausgeschwärmten“ Teammitglied Richtung ungarische Autobahn entgegenfuhr… Treffen, Teileübergabe und Rückkehr zum „gestrandeten“ Pinzgauer. Mit den neuen Teilen repariert schnurrte der „Pinzi“ wieder und das Team traf am Vormittag im Camp ein.

Hang Over kämpft weiterhin mit einem überhitzenden Motor trotz Tausch der Zylinderkopfdichtung. Auch hier wartet für den Fall der Fälle ein Ersatzmotor auf der Palette, der nur mehr nach Rumänien gebracht werden müsste.

Einige Teams werden von „bockigen“ Touratech-Navigation-PCs geplagt, aber dies sollte sich mit der Routine der Tage auch erledigen…

Das Wetter zeigt sich wieder einmal von einer karpatentypischen Seite und wird sich auch bis Mittwoch nicht verbessern. Die Eismänner gibt es anscheinend auch in Rumänien. Ein Temperatursturz vom sonnigen Halbturn mit 8 Grad am Vormittag, leichter bis mittelstarker Regen und das garniert mit einem unangenehmen frischen Wind.