Die Teams sind im Zwischenziel

Nach fünf Tagen Fahrzeit im Korridor 1 sind die Teams gestern im Zwischenziel eingetroffen. Fünf Tage in denen die Teams völlig auf sich allein gestellt, den 1. Korridor durchfahren haben. Der strahlende Sonnenschein auf den ersten beiden Fahrtagen wurde von einem heftigen Wetter-Tief mit schweren Regenfällen die nächsten Tage begleitet. Erst am 5. Tag lichteten sich die Wolken und die Teams fuhren bei Sonnenschein hier durch die Zieleinfahrt.
Die Black Boxen wurden von den Fahrzeugen abmontiert und soeben werden die Ergebnisse ausgewertet, die für heute abend angekündigt sind.
Wir haben die Teams hier im Camp zwischen den beiden Korridoren, wo sie einen Ruhetag genießen, besucht und mit Ihnen gesprochen wie es ihnen im ersten Korridor gegangen ist. Hier ihre Kommentare:

Adrenalin
„Uns geht es eigentlich gut. Wir haben die erste Etappe nicht sehr erfolgreich beendet nach unserem Gefühl. Die letzten zwei Tage liefen eigentlich ganz schlecht. Wir haben heute noch versucht einen Berg zu überqueren, das ging völlig schief. Wir haben dann auch die Abfahrt nicht gefunden und die Fahrzeit überschritten, dann auch noch den blauen Defender auf die Seite gelegt. Der gestrige Tag hat uns zu sehr an das Vorjahr erinnert.“

Argovia Power
„Wir kommen aus dem Kanton Argau und wir sind sechs Personen mit Power. Der Korridor gefällt uns sehr gut, es macht Spaß, es ist eine sehr große Herausforderung für uns Neulinge. Wir haben Sachen geschafft, die wir erreichen wollten und gewisse Sachen haben halt nicht funktioniert. Wir hatten bereits zwei Werkstattbesuche. Bei beiden Fahrzeugen, Discovery und Range Rover die Panhardt-Stangen ausgeschlagen. Aber alles wurde repariert.
Im Team kommen wir sehr gut miteinander aus, es ist für uns eine Erfahrung hier im Gelände miteinander auszukommen, wie ticke ich, wie funktioniere ich. Es ist einfach toll. Toll finden wir auch, dass wenn Du am Straßenrand stehst, dann bleibt jedes Team beim Vorbeifahren stehen und fragen ob etwas kaputt ist und ob sie helfen können. Toll. Wir möchten unsere Freunde und Familien grüßen und unsere Hunde und Haustiere. Das ist ein eingeschworenes kleines Mafia-Trüppchen, dass sich gegenseitig informiert, wenn auf der Website wieder etwas Neues ist. Das ist eine gute und hilfreiche Unterstützung wenn man von guten Gedanken aus der Heimat getragen wird.“

Balu
„Die SuperKarpata gefällt uns heuer gut. Der längere Korridor ist super. Wir haben es halt nicht hingekriegt. Den Kammweg mit der tollen Aussicht haben wir im Nebel gefahren, im Wald hat dann die Sonne geschienen. Wir sind halt nicht so zufrieden. Wir mussten aus dem Korridor rausfahren. Nichts hat geklappt. Heute sind wir jede Strecke zweimal gefahren: den Kammweg vor und wieder zurück, wunderbare Straße rein und wieder raus. Zwei Außenspiegel sind kaputt und die Windschutzscheibe hat einen Sprung. Grob geschätzt haben wir zwei Drittel vom Korridor geschafft.“

Bedrock
„Uns geht es gut, wir sind ganz glücklich, dass wir überhaupt im Ziel angekommen sind. Es war ganz schön heftig, dass wir an einigsten Stellen froh waren, dass wir die Autos überhaupt wieder rausgekriegt haben aus dem Boden. Es war schon schön. Wir haben keine technischen Defekte (von einem Steinschlag am Asphalt abgesehen). Der Korridor war spannend, einfach tierisch herausfordernd. Der hatte einfach alles. Ganz viele Wege, die in unseren Karten eingezeichnet waren, waren einfach weg, nicht mehr da. Da haben wir uns tierisch verfranst.“

Black Magic
„Heuer wäre es eigentlich gut gelaufen, aber es gab schon trickreiche Passagen drin. Der Korridor ist einfach brutal. Ich bin jetzt die SuperKarpata Trophy schon fünfmal gefahren, für meine Meinung war das Hardcore, echt am Limit. Wir mussten dann einfach auch kapitulieren, Leben und Maschine an der Grenze. Aber logisch, das Wetter kann man nicht aussuchen. Aber sonst, supergeiler Korridor, super Erlebnisse, supergeiles Wetter. Wir haben wieder Sachen erlebt: Frische Fische aus der eigenen Fischzucht grilliert, die Leute hier haben uns alles gegeben. Die haben für uns alles gemacht. Wirklich geil. Null Schaden bis jetzt, außer einer Spannrolle, die ist schnell getauscht.“

Dirt Devils
„Es geht uns sehr gut. Wir haben nicht ganz das geschafft was wir wollten. Die Kupplung an Oles Auto war kaputt, Getriebe aus- und einbauen. Wir haben die Kupplung aus Satumare in der Nähe organisieren können und mit dem Taxi hierhergeschickt. Wir haben dadurch einen Tag verloren, sind aber jetzt wieder startklar. Aber so spielt das Leben. Sonst angenehm, bis auf gestern recht schönes Wetter. Die Strecken waren teilweise knackig. Aufgrund des fehlenden Tages von uns war leider auch nicht das möglich, was wir eigentlich vorhatten. Aber das ist kein Grund zum Klagen, wir sind ja noch nicht im Endziel.“

ERC Baumann
„Es war ein schönes Geländefahren, es ist extrem schwer sich durchzufinden durch diese ganzen Berge. Dann haben wir vorgestern ein Problem mit dem Auto bekommen. Wir hingen am Windenseil, dann ist mir der Öldruck weggegangen, dann ist ein Hauptlager von der Kurbelwelle festgegangen und er hat blockiert. Wir haben das Auto in einer größeren Aktion bergen müssen, das Auto ist auch wieder angesprungen und es funktioniert aber wir wissen nicht wie lange. Dann haben wir versucht einfache Sachen zu fahren um auch zu sehen, ob das Auto hält. Aber dann ist der Regen dazugekommen und das macht dann keinen Spaß mehr wenn es zwei Tage durchregnet. Wir haben dann fast kein Feuer mehr zusammengekriegt. Wir haben dann am Berg übernachtet und dann ist uns die Fahrzeit ausgegangen. Wir waren relativ viel aus dem Korridor draussen, weil es uns zu gefährlich war an den Hängen schräg zu fahren, weil wenn Du da runterkugelst da rollst ein paar hundert Meter, da sind keine Bäume die dich da aufhalten und das können wir nicht veranworten, das ist dann den Spaß nicht wert. Beim Mercedes G haben wir die Motorprobleme und beim Cherokee gibts Vorderachsprobleme, da müssen wir morgen das Kreuzgelenk tauschen. Von der Navigation her, da haben wir nicht das beste Kartenmaterial da müssen wir noch nachbessern.“

Greenhorn
„Bis jetzt ohne Reparatur, ok, wir haben ein Rad gewechselt wegen einem Patschen aber das war dann schon alles. Aber wir sind da auf Hänge raufgefahren, die waren extrem steil, wir haben drei Stunden gewincht. Wir sind auf einen Sender am Berg raufgefahren und haben gedacht da ist ein Parkplatz oben und auch wieder ein Weg runter aber da war kein Weg mehr ins Tal, also den ganzen Weg wieder zurück. Heute haben wir gesagt, wir sind nicht feig, und wollten die Ziellinie aus dem Korridor durchfahren und nicht von außen. Wir sind dann mit den Lost Boyz zusammengefahren und haben uns gegenseitig geholfen. Sie haben die Bäume geschnitten, die quer über den Weg lagen während wir gewincht haben. Das war schöne Teamarbeit. Die Korridor-Strecke war schön aber auch heavy, manche Strecken konnten wir einfach nicht fahren aufgrund der Witterung. Wir wollten zwar im Korridor bleiben aber dann haben wir gehört, dass das nicht einmal die Spirits of Expedition geschafft haben. Das schöne Wetter war zwar versprochen aber es hat halt nicht lange ausgehalten. Bei den Autos haben wir einen Spiegel und eine Leiste abmontiert. Der Korridor gefällt uns super, aber wenn es regnet und man wincht drei Stunden und schleppt Baumgurt und Bergeseil immer wieder den Berg rauf, das kostet dann schon Kraft. Schöne Größe an die Zuhausegebliebenen.“

Jeep Team
„Zwei von unseren drei Autos sind bereits nach Hause. Wir hatten einen Schlafwandler im einem Fahrzeug, der sich in der Nacht vom Lager entfernt hat. Zum Glück wurde er wieder gefunden und nach seinem nächtlichen Ausflug kam er wieder unversehrt zurück zu uns. Beim zweiten Fahrzeug hatte sich der Teilnehmer schon vor der Trophy zuhause das Bein gebrochen, es war auch verheilt, hatte ihm leider hier ziemliche Schmerzen bereitet und so musste er die Trophy beenden. Wir fahren aber weiter. Wir wollen jetzt Rumänien genießen SuperKarpata Trophy ist toll, Geländefahren vom Feinsten und wenn es irgendwie geht, dann stehe ich nächstes Jahr wieder hier. Gruß an meine Frau und unsere Familie zuhause.“

kfz-windisch.at, Red Ants Maroda und Jambo
„Uns geht es eigentlich gut, wir sind wohlauf. Kleine technische Probleme haben uns begleitet. Auf dem Pass oben, wo wir in den Korridor 1 gestartet sind, mussten wir vor dem Start das komplette Getriebe des Pinzgauers wechseln. Wir hatten keines dabei aber das Team kfz-windisch.at hatte eines dabei und die haben das in einer Stunde eingebaut. Das passiert auch nicht alle Tage. Dann ging es eigentlich recht gut los. Das heißt, wir sind einen Deal mit den kfz-windisch.at eingegangen: Navigation gegen Getriebe. Weil sie keine Ahnung haben von Navigation haben wir sie mitgenommen. Sie hatten vorher schon eine Vereinbarung mit Team Jambo gemeinsam zu fahren. Also sind wir dann drei Teams gemeinsam losgefahren. Dann ging alles eigentlich gut, bis auf eine Barriere kamen, die geschlossen waren. Auf der großzügigen Umfahrung von der Barriere hatte Team Jambo einen Unfall. Sie haben sich aufgrund eines technischen Problems (einer gebrochenen Steckachse) in einem steilen Anstieg überschlagen aber zum Glück ist den Teilnehmern nichts passiert und alle sind wohlauf. Dann gab es natürlich Diskussionen innerhalb der Teams, wie geht es weiter. Team Jambo ist nach Hause gefahren und wir Red Ants Maroda und kfz-windisch.at sind gemeinsam weitergefahren. Die technischen Probleme gingen weiter, immer wieder Kleinigkeiten und andere Sachen. Sehr gute Lagerplätze, sehr viel Winchen. Gestern haben wir sehr viel Zeit verwendet um einem Track zu folgen die auf einem schmalen Grat verlief, das hat einiges an Zeit gekostet. Heute haben wir keine Route gefunden, wir haben immer wieder gewendet, haben es einige Male versucht aber es gab für uns kein Durchkommen. Jetzt haben wir wieder technische Probleme. Auf einer Lichtung ging dem Landcruiser der Motor aus, weil ein Ast die Dieselzufuhr unter dem Fahrzeug beschädigt hat. Wir haben den Korridor auch verlassen müssen. Jetzt schnattert nur noch ein Gelenk am Landcruiser aber da finden wir auch ein passendes Teil dafür.“

Korridor-Express
„Unsere große Zeit ist vorbei. Wir sind achtmal, nein siebenmal aus dem Korridor rausgefahren – aus dem Korridor, das muss man einmal erst psychisch verkraften und daran arbeiten wir. Aber sonst ist eine gute Stimmung im Team. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Vielleicht ist es ein Zeichen von Reife, dass es mir trotzdem Spaß macht. Wir haben nichts kaputtgemacht und sind es auch sehr ruhig angegangen. Aber wir warten mal die nächsten 5 Tage ab. Bei uns hat alles in Halbturn begonnen, da hat irgendein Bändchen die Schnur berührt, deswegen haben wir drei Stunden weniger Zeit gehabt als die anderen Teams, die hier antreten und das war kein wahnsinnig guter Einstieg. Wenn man ganz vorne dabei sein will, dann sind 10 Prozent Fahrzeit haben oder nicht haben ein entscheidender Vorteil. Der Korridor ist eigentlich immer sehr schön, es ist ja wunderbar hier in Rumänien zu sein. Der Korridor ist halt für jeden gleich. Bergab, bergauf, dann hat’s geregnet, hunderte Sackgassen rein und wieder raus. Aber es hat jeder den gleichen Korridor.“

Letzte Hilfe
„Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Umstände deswegen, weil wir seit dem ersten Tag am Ernstl sein Pajero nur mehr mit Hinterradantrieb fahren. Da ist das Verteilergetriebe kaputt. Wir haben aber schon die ganzen Ersatzteile organisiert, die kommen heute per DHL-Express nach Sukueva, dann haben wir eine Werkstatt organisiert mit Hebebühne und dann sollten wir das Auto reparieren. Bei Trockenheit merkst keinen Unterschied zwischen 2WD und 4WD. Wenn es aber regnet, dann kommst einfach nicht weiter und musst nur mehr Winchen. Das dauert und frisst Zeit, also musst Du raus aus dem Korridor und taktieren. Im Team ist alles ok, wir finden alles. Aber Ernst ist ein bisschen demotiviert, wenn Dir am ersten Tag das Verteilergetriebe eingeht. Der ist ja eigentlich der Motivater und jetzt müssen wir ihn motivieren. Es ist halt so mühsam, weil ich fahre mit meinem Auto vor und sehe wo es weitergeht und dann denkst Du, wenn wir halt zwei funktionierende Autos hätten…“

Lost Boyz – Evolution
„Wir haben einen sensationellen Korridor und es kann einem nichts besseres passieren, wenn dir dein Team sagt, wir fahren da rauf und wir fahren. Wir haben uns dann 12 Seilwindenlängen raufgewincht (Seillänge 50 Meter). Dann haben wir oben gesehen, dass die Abfahrt auch so schwierig ist, und dann haben wir uns halt beim Runterfahren auch wieder abgeseilt. Wir haben jeden Weg gefunden und auch gefahren. Wir sind dreckig, wir stinken. Aber es war wirklich toll. Der Regen hat uns ein bisschen zugesetzt. Wir wollten mehr Kilometer machen als im letzten Jahr und das haben wir geschafft, wir haben viel mehr Kilometer gemacht. Die Platzierung, die ist uns egal, wir haben so einen Spaß gehabt. Wir haben uns nach drei Stunden Winchen im strömenden Regen umarmt und haben gesagt, für das fahren wir hier runter. Das ist SuperKarpata. Jetzt reparieren wir, wir haben ein paar Bremsleitungen abgerissen, Alex hat üblicherweise einen Spiegel demoliert, zwei Klappstühle haben wir umgebracht, das ist der wichtigste Schaden, weil wo sitzen wir ab jetzt. Ein Schnapsglas ist zu Bruch gegangen es war zwar nur aus Plastik, das trifft uns auch hart. Wenn der Teamspirit so bleibt, dann ist das mehr als wir die letzten Jahre geschafft haben. Es war supergeil, das ist eben die SuperKarpata.“

Mastalier
„Mit dem zweiten Discovery haben wir ein Problem mit der Differential-Sperre. Für das, das wir das erste Mal fahren, beide Fahrer sind neu, auch die Autos haben wir nicht gekannt, wie sie sich verhalten. Aber wir sind positiv überrascht. Wir sind am Schluß schon aus dem Korridor rausgefahren, weil wir ohne Sperre nicht mehr wirklich mitfahren konnten. Den Zeitbonus in Halbturn haben wir leider auch verspielt.“

MUD Professor (LS-tec)
„Es geht uns super. Es fing mit super Wetter an und dazwischen der Schlamm musste schon sein, sonst hätte es keinen Spaß gemacht. Ansonsten Mensch und Maschine in Ordnung. Wir haben leichte Blessuren, Kratzer an der Hand. Wir haben einige Stellen wirklich extrem gewincht, da sind nach uns keine mehr hochgefahren, weil sie gesehen haben wie es auch wieder runterging. Da waren Ecken, wo wir uns sagten hier ist jetzt die Grenze erreicht. Da muss man den Verstand vor den Spaß setzen. Wir sind absolute Neulinge auf diesem Bereich. Wir fahren sonst Gelände oder nach Tunesien, Baltikum usw. mit Lkws 7,5 bis 9 Tonnen. Da fährt man anders mit. Hier kann man Sachen fahren, die kann ich mit dem Großen erst gar nicht anfahren. Sehr schöne Stücke im Korridor. Leider haben wir nicht alle Ecken gesehen. Die SuperKarpata Tropy gefällt uns gut. Für uns ist das Ziel anzukommen und ich grüße Netty zuhause.“

Nic un pic normal in Cap
„Es geht uns super, wir sind wieder trocken… Es ist von Anfang an super gelaufen, die ersten zwei Tage haben wir uns an einem Berg die Zähne ausgebissen, raus aus dem Korridor, da haben wir auch gleich getankt, aber dann wieder rein in den Korridor und über 80 Kilometer drin gefahren. Dann haben wir auch einen Weg um die Insel im Korridor gefunden. Im Team geht es uns gut, wir haben wirkliche Teamarbeit. Die Navigaton funktioniert gut, die machen die Beifahrer. Es gefällt uns sehr gut, wir kommen auf jeden Fall wieder. Technisch haben wir zwei Bremsleitungen abgerissen, dann haben wir bemerkt, dass eine Winch nur mehr einen Schrauben hat, den Rest haben wir verloren, da haben wir dann oben am Berg Schrauben abgeflext und es war schon wieder repariert. Ich reise seit 20 Jahren mit dem Landrover und da weiß ich schon was man so manchmal braucht.
2. Auto: Wir sind glücklich dass wir hier sind, dass wir den Korridor geschafft haben. Wir haben die schöne Landschaft genossen, coole Offroad-Erfahrung gesammelt. Die SuperKarpata Trophy gefällt uns sehr gut. Unsere Gruppendynamik stimmt, wir haben ein tolles Team. Unser Navi-Team macht tolle Wege, die wir dann auch fahren können. Strecke ist ziemlich abwechslungsreich. Aus dem Korridor mussten wir gestern raus aber die Schlußetappe waren wir im Korridor. Bremsleistungen haben wir ein paar abgerissen aber das konnten wir schnell reparieren. Wir möchten uns auch bedanken bei Allen, die uns zuhause geholfen und unterstützt haben, das wir jetzt hier sind und losfahren konnten.“

OTA
Es hat uns sehr gut gefallen. Keine Straße, das ist gut. Das ist unsere erste SuperKarpata. Das Wetter war perfekt for Offroading. Wir haben auch Schäden am Auto, das hintere Differential hat sich gesperrt und die Sperre ging nicht mehr raus. Wir haben es zerlegt und mit Kabelbindern gesichert. Jetzt sperrt es sicher nicht mehr. Für den Bewerb wünschen wir uns Schlechtwetter. Kein Schlamm, kein Spaß.

Rhoihesse-Ranger
„Es war eine schöne Tour, sehr aufregend, sehr interessant und viel gelernt was die Autos können und nicht können. Keine Verletzungen, keine Blessuren, keine größeren Schäden. Wir mussten nur einen Blinker ersetzen, weil wir zeigen ja auch im Wald unsere Richtung an. Mit der Navigation geht es uns sehr gut. Ab und zu lässt die Navigation zwar zu wünschen übrig, weil da ein Weg in der Karte ist, den hätten wir dann gerne auch in Wirklichkeit aber leider nein, der ist nicht da. Das Wetter naja: Immer wenn wir uns vom Auto entfernen mussten hat es zum Regnen begonnen. Gestern hatten wir so eine Passage, da waren wir in fünf Minuten durch und durch durchnässt. Die Korridor-Strecke war anspruchsvoll. Aber es ist schwierig, wenn man eine Passage runterfährt und dann muss man sie wieder rauffahren, weil der Weg einfach nicht weiterführt. Wir sind an viele Schranken am Weg gekommen und mussten wieder umdrehen. Wir mussten auch aus dem Korridor raus, weil wir die Gesamtfahrzeit berücksichtigen müssen. Da wir am Start in Halbturn die Sonderprüfung nicht geschafft haben, haben wir auch keine 3 Stunden Extrazeit. Wir möchten alle zuhause grüßen in Rhein-Hessen.“

Romaniacs
„Uns geht’s total super. Wir sehen den blauen Himmel und die Sonne wieder. Nach soviel Regen und Schlamm haben wir hier eine trockene Wiese. Wir können endlich wieder einmal ein bisschen durchatmen. Wir haben einige Sachen kaputt gemacht. Bei zwei Autos geht die Frontwinde nimmer, bei zwei Autos geht die Sperre vorne nimmer. Bei einem Auto haben wir die Spurstange kaputt gemacht. Die Reifen haben einen Extremeinschlag in die verkehrte Richtung, der rechte schaut nach rechts der linke nach links rüber. 45 Minuten später sind wir weitergefahren und das alles in einer Steilauffahrt, Regen ohne Ende, alle Anoraks komplett durchnässt, da waren wir kurzzeitig einmal ein bisschen demoralisiert. Zwei Minuten vor 20 Uhr haben wir dann den Platz gefunden wo wir die Nacht verbringen konnten. Da gab’s eine warme Suppe und richtiges Essen. Das hat uns wieder richtig motiviert. Dann sind wir taktisch gefahren und sind ein bisserl außerhalb des Korridors gefahren, damit wir auch ins Ziel kommen. Jetzt müssen wir die Autos zum Laufen bringen, damit wir dann in den 2. Korridor starten können. Der Korridor hat uns super gefallen es ist für jeden etwas dabei aber unser Kartenmaterial ist nicht gut genug.“

Spirit of Expedition
„Der Korridor war heuer sehr gut gewählt, weil er von der Strecke und von der Länge perfekt war. Das Wetter hat die Sache natürlich erschwert und nahezu unmöglich gemacht den Korridor in der vorgeschriebenen Zeit zu bezwingen aber es dürften vielleicht sogar ein oder zwei Teams es geschafft haben und das ist ein Zeichen das er richtig gewählt war. Der Korridor war landschaftlich schön und anspruchsvoll. Wir haben uns halt wie immer ausgetobt und versucht möglichst lang oder viel drinnen zu bleiben. Durch die schweren Regenfälle haben wir uns sehr anstrengen müssen. Wir sind teilweise in Harvester-Wege gekommen, die bodenlos tief waren und wir dann vier Stunden für ein paar hundert Meter gebraucht haben. Aber wir haben uns wenig zerstört und sind noch voll dabei. Das Team funktioniert gut, wie eh und je, wir haben eine gute Stimmung und es macht nach wie vor Riesenspaß. Wir hatten ein paar Kleinigkeiten, die für uns aber zum Alltag gehören: gerissene Windenseile, ein abgebrannter Motor, ein Vorderachsgelenk, ein fast verlorenes Rad. So lange wir irgendwie die Chance haben alles zusammenzuflicken und wir weiterkommen ist es OK. Wir sind nicht so ehrgeizig wie die Anderen sagen, für uns ist es Urlaub, es ist uns wichtig einen schönen Lagerplatz zu finden. Michi, unserem Lagerfeuer-Zauberer, gelingt es bei jedem Wetter ein Lagerfeuer zu machen und wir grillen und essen jeden Abend am Lagerfeuer. Michi Waldl: … wenn mich das Reisebüro nicht vermittelt hätte… Es war OK. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir uns nicht patschert angestellt… unserer bescheidenen Möglichkeiten. Bei dem Terrain gegen die Pinzgauer sieht man dann schon, das das eine andere Liga ist. Die sechs Räder die alle am Boden angetrieben sind, das ist wie wenn wir mit einem Golf fahren würden. Es haben halt alle immer mehr aufgerüstet auf, wir natürlich auch. Die Pinzgauer wie die vor Jahren mit Serienreifen und ohne Käfig gefahren sind, waren die relativ hilflos. Mittlerweile sind sie auch am Stand der Technik. Jetzt genießen sie die Vorteile. Sie haben Portalachsen, drei gesperrte Achsen und Einzelradaufhänung und da fahrst Du halt in einem Harvesterweg wo ein anderer wie ein Maikäfer aufliegt.“

teamsaurer 2
„Uns geht es sehr gut. Es war geil, gestern war es zwar ein bisschen mühsam, es war sehr naß aber dafür war es heute umso geiler, das letzte Stück ist gegangen wie das Licht. Klaus hat navigiert. Leider hat der Navigator Schmutz im Auge von einem Motorsägeneinsatz aber als Navigator braucht man ja eh nicht so viel zu sehen. Das Auge tränt noch leicht und ist ein bisschen verschleiert aber es wird besser. Gestern nachmittag ist es ein bisschen eng geworden, weil uns der Sprit fast ausgegangen ist aber dann haben wir in einem Kloster gefragt und die haben uns Benzin gegeben. Dadurch haben uns die Spirits wieder überholt, aber dann kamen wir an eine Stelle wo die Spirits gehängt sind, die haben sich für uns an den Rand gewincht und uns vorbeigelassen und dafür möchten wir uns recht herzlich bei den Spirits of Expedition bedanken. Wir sind noch gar nicht aus dem Korridor rausgefahren, aber wir hatten auch das Glück die Hänge vor dem Regen zu machen weil wir so weit vorne waren.“

United
„Es geht uns exzellent, wir haben einen Riesenspaß gehabt. Wir haben es zusammengebracht die ersten drei Tage im Korridor zu bleiben und haben uns gestern in der Früh bei dem Mörder-Regen entschieden (aus dem Korridor) rauszufahren, weil es extrem viele Winch-Passagen gab und bei uns eine Winde eingegangen ist, da waren die Anstiege fast nicht mehr machbar ohne viel Zeit zu verlieren. Da haben wir gestern vormittag und heute ziemlich stark taktieren müssen. Heute vormittag haben wir einen Zielritt hingelegt auf drei Minuten unter der Zeit. Also wir haben 41 Stunden gehabt und 40 Stunden und 57 Minuten haben wir gebraucht. Wir wissen nicht ob wir drunter oder drüber liegen. Wir hatten auch ein schönes Erlebnis: Bei einem Kloster am Berg haben wir den Weg nicht gefunden und uns mit 7 Mönchen unterhalten. Wir haben mit ihnen fachgesimpelt ob wir da oder dort fahren können darauf haben sich 3 Mönche die Zeit genommen mit uns in den Wald zu gehen und die Wege abzugehen. Das war einzigartig. So etwas erlebt man nur hier in Rumänien. Gestern kämpfen wir uns einen Anstieg hoch, 6 Stunden, oben steht ein Schäfer und kommt aus der Hütte raus und deutet uns, dass wir hier warten sollen. Draufhin geht er in seine Hütte bringt uns ein komplettes Tupperware mit frischem Schafkäse. Daraufhin haben wir ihm Bier, Feuerzeuge und andere Sachen geschenkt. Er hat uns in seine Hütte eingeladen, dass wir hier übernachten sollen aber wir mussten weiter, weil wir schon knapp in der Zeit waren. Das sind einfach Geschichten, die erlebst Du nur hier bei der SuperKarpata. Weil, wenn Du einen Track hast, auf dem Du fährst und auch alle anderen nachfahren, dann stehen alle Leute und winken. Der Schäfer hat einfach nicht glauben können das da jemand daherkommt und hat sich gefreut wie ein Schneekönig. Aus dem Korridor sind wir nach drei Fünftel rausgefahren und haben taktieren müssen und sind 20 Kilometer am Korridor entlang gefahren. Das ist unsere zweite SuperKarpata und da haben wir uns vorgenommen die Fehler vom Vorjahr nicht mehr zu machen, wir haben an der Navigation gearbeitet und einen extrem guten Navigator und vorne weg fahren zwei extrem erfahrene Offroader. Schäden am Auto: einmal den Turboschlauch verloren, ein Winchseil vernichtet. Zwei Seiten am Fahrzeug eingedrückt und das am selben Baumstamm. Zuerst beim Rauffahren, dann mussten wir umdrehen und haben am selben Baum die andere Seite eingedrückt. Dann hatten wir noch ein brutales Erlebnis: Auf einem Anstieg haben wir das Seil an einem Käferbaum (Baum mit Borkenkäfern durchsetzt) montiert, da haben wir nicht geschaut und dann ist diese 30 Meter Fichte abgebrochen und genau auf unser Fahrzeug, genau in die Mitte des Überrollbügels aufs Dach gekracht. Zum Glück hat uns nur die Spitze des Baums getroffen. Wir haben uns vorgenommen, dass wir unversehrt bleiben, so blöd fahren wir nicht und dass wir auf allen vier Achsen ins Ziel kommen. Aber wir riskieren nichts.“

Weinexpress
„Es geht uns sehr gut. Geländetechnisch war es für uns sehr mager. Wir haben gleich am ersten Tag nach 37 Kilometern bei einem Fahrzeug am Puch G einen Steuergeräteschaden gehabt. Wir haben uns von einem Harvester runterziehen lassen, waren dann in diversen Städten unterwegs und haben nach einer Werkstätte gesucht. Wir haben dann per Schnellexpress über Graz ein Steuergerät und diverse Elektronikteile organisiert und uns schicken lassen und haben aus dem Grund zweieinhalb Tage in einer Stadt warten müssen. Von dort sind wir dann letzten Endes weitergefahren, alles nur mehr neben dem Korridor auf Straße damit wir das Mittelziel erreichen können und hoffen das wir jetzt im Korridor 2 wieder dabei sein können und möglicherweise auch zum Geländefahren und Durchfahren kommen.
Aber es war auf der anderen Seite für uns wiederum lustig. Wir haben zahlreiche unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten kennengelernt sowohl privat bei Rumänen, die außerordentlich lieb und freundlich waren. Wir durften in Ihren Zimmern schlafen und Ihre Duschen benutzen. Wir haben wirklich Gastfreundschaft kennengelernt und, es hat sich gesteigert, bis zum 4-Stern-Hotel. Wir haben alles durchgemacht und könnten bald einen Hotel- und Restaurantführer herausgeben.“

Wolfpack
„Es ist teilweise schwer aber es macht viel Spaß, wir haben sehr viel gelernt. An manchen Tagen haben wir weniger Kilometer gemacht, an anderen mehr. Technische Probleme haben keine bis auf eine kaputte Winde aber da haben wir die Winde von hinten nach vorne gebaut und jetzt geht da wieder alles. Im Team funktioniert alles perfekt. Mit der Navigation geht es uns gut, Straßen aus der Karte sind leider oft nicht auf dem Berg. Wir mussten daher auch aus dem Korridor raus. Die SuperKarpata gefällt uns, wir werden sicher wieder einmal dabei sein. Grüße an Alle zuhause.“


























