Berichte der Teams im Ziel
Nach zwei Etappen treffen die Teilnehmer heute nach und nach im Ziel der SuperKarpata Trophy 2017 ein. Wir bitten sie wie immer zum Interview, wie es Ihnen bei dieser Trophy ergangen ist.

Allrad (Markus Prochazka): Die Karpata war perfekt für uns. Wir hatten keine Schäden, wir haben minimale Navigationsfehler gemacht. Wir sind so gut, wie wir sind. Wir sind nicht besser. Wenn wir am 7. Platz sind, dann sind 6 vor uns besser. Wir können es nicht besser machen, wie wir es machen. Der Korridor war eigentlich sehr einfach, leicht zu navigieren, leicht zu befahren, kein wirklicher Windeneinsatz notwendig, wenn man keinen Blödsinn macht (schaut mit kritischem Blick auf seinen Fahrer). – Kommentar dazu vom Fahrer (Hans Jürgen Erhart): Ist der deppat? – Markus weiter: Das Team ist perfekt. Wir haben vielleicht 5x gewincht. Wir haben nur Spaß, wir haben selten so viel gelacht wie bei der Karpata. Es funktioniert alles automatisch, ich kann überhaupt nichts Negatives sagen, Null, kein Streit, rein gar nichts. Vielleicht zwei kleine Meinungsverschiedenheiten, die verzeihen wir uns aber. – Hans Jürgen: Ein Problem haben wir definiv. Wir werden unseren Navigator in einen Legastheniker-Kurs schicken. Er hat ein gravierendes Problem mit Rechts und Links. Er sagt: Rechts in der Karte, meint aber im Gelände Links. Das hat uns sicher die entscheidenden paar Minuten gekostet, das wir um den Titel ganz vorne mitkämpfen. Das sei ihm aber verziehen, er ist ja noch ein Anfänger. Ich bin auch ein Anfänger beim Fahren, wird werden uns schon noch steigern können. Eines vermisse ich (Markus) aber: Jeden Samstag bin ich eigentlich bei meiner Mama zur Jause mit Bier, heute geht das nicht. Das vermisse ich sehr.

Domestic Pirates (Fabio Goldenbeld): Anfangs war alles, alles super. Es war matschig, viele waren vor uns, weil wir später rausgefahren sind, also viele matschigen Spuren waren auf jeden Fall gut zu finden. Und Spuren machen uns nicht viel, weil wir viel Freiraum haben. Dann haben wir uns so ein bisschen verfahren, also den falschen Weg gewählt und dann wurde es wirklich schwierig, Bach rauf und runter und dann, also letzte Nacht, haben wir gut gestanden und heute gut runtergefahren bis dann meine Spurstange im Bogen stand, schön rund, erstmal repariert und beim anderen Fahrzeug die Bremse festsaß. Ach ja, und ich hatte auch Probleme mit der Benzinpumpe, der wollte ein paar Mal nicht so richtig fahren, viel Zeit verloren damit und dann haben wir uns entschieden beim Korridor raus und Straße runter, da mussten wir die richtige Stelle fahren. Wir haben es selbst repariert, aber wird sind, glaube ich, 2 Minuten vor Zeit gerade noch über die Ziellinie gefahren. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht. In der 1. Etappe haben wir auch gekämpft auf dem Hang, wo viele gekämpft haben und viel Zeit verloren haben. Aber fürs erste Mal war das schon gut.
Sieht man sich wieder? Ich hoffe ja, es ist halt immer schwierig ein Team zusammen zu kriegen von Holland aus. Ist ein weiter Weg, man muss auch Zeit und Geld haben.

Erdferkel am Sechsrad (Markus Pollak): Den 2. Korridor haben wir gemütlich begonnen, nachdem wir ja schon ausgeschieden sind im 1. Korridor. Am 1. Tag dann am Abend aufgelaufen, in einem steileren Graben mit vielen Steinen, auf die Warthogs, die haben Probleme gehabt, da haben wir dann ein bisschen mitgeholfen, dass die wieder runtergekommen sind und die Nacht haben wir in einem Hotel verbracht auch mit den Warthogs, wo wir gemeinsam gefrühstückt haben. Die haben die ganze Nacht repariert. Wir sind in der Früh relativ zeitig weggefahren. Am Abend haben wir entschieden aus dem Korridor rauszufahren und sind ins Hotel Belvedere gefahren. Dort hatte das Schwimmbad aber leider erst ab 9 Uhr geöffnet. Ich wollte gerne baden gehen aber da waren wir schon wieder weg. Gestern haben wir noch die Planung für heute gemacht, sind relativ gemütlich in den Korridor eingefahren, haben probiert noch ein paar Kilometer zu machen damit wir nicht ganz so viele Strafkilometer zusammenbekommen. Sind aber dann wieder rausgefahren, weil wir gesehen haben auf dieser Seite des Korridors geht es nicht mehr weiter für uns.
Ich bin echt froh, dass das ganze Team entschieden hat, dass wir wieder weiterfahren. Den Fehler vom 1. Korridor werden wir sicher nicht mehr machen und wir sehen uns bei der nächsten Karpata.

Foxes (Daniel Spalinger): Es war wieder einmal eine schöne Erfahrung. Ich bin das zweite Mal dabei. Es hat gut gepasst vom Anfang bis zum Schluß. Es war anspruchsvoller als im letzten Jahr. Der Korridor war jetzt größer. Wir konnten unsere Autos gut einsetzen auch unsere neuen Winden. Von der Navigation her müssen wir noch etwas üben und konsequenter werden, damit den Weg am Schluß auch konsequenter finden. Zwischendurch mussten wir den Spuren der anderen folgen, weil wir nicht fähig sind zu navigieren. Zusammenfassend eine schöne Sache. Wenn es regnet, wechseln die Bodenverhältnisse, da mussten wir mehr winden. Im Team und an den Autos alles ok. Wir haben uns halt öfter für die Winde entschieden um die Autos zu schonen, speziell wenn wir über große Steine mussten. Nächstes Mal bin ich sicher wieder mit dabei. Schauen wir, was wir nächstes Mal mit unserer Erfahrung machen.

globetrotterrodeo.at (Stefan Maier): Der 2. Korridor ist viel besser gegangen, als der 1. anundfürsich in allen Belangen, sowohl von der Navigation, als auch von den technischen Problemen, die wir gehabt haben. Da waren zwar auch ein paar dabei, aber die waren relativ gut lösbar und für uns ist es eigentlich ein Riesenerfolg: Wir sind im Korridor geblieben, in der Zeit geblieben und das war eigentlich eine Riesenfreude für uns. Es war zwar viel mehr Materialschlacht, als ich vom letzten Mal, wo ich mitgefahren bin, in Erinnerung gehabt habe. – Ich glaube, es war wirklich so, dass das Gelände, zumindestens wenn man im Korridor bleibt, was letztes Mal nicht der Fall war. Das das schon eine ziemliche Materialschlacht war: ziemlich hart, viele Steine usw., aber nicht desto trotz haben wir halbwegs gut auch das Material geschont und für uns, wir gesagt, ist es ein Supererfolg, weil wir im Korridor und in der Zeit geblieben sind.
Und ihr vertragt euch nach wie vor gut? (Lacht) Ja, ja, bestens.
Das heißt einem neuerlichen Start steht nichts im Weg? Nein, steht nichts im Weg.

G-Power (Mathias Kramser, Schnapsi): Na ja, Durchwachsen, wie gesagt aber wir sind in der Wertung, wir sind im Ziel und das ist einmal ganz viel wert. Heute beim Ausparken haben wir noch einen Stoßdämpfer verloren aber sonst eigentlich alles gut. Gestern hat uns der rumänische Regen ein bisschen verzweifeln lassen, weil wir haben ungefähr 5 Stunden in einem Hang verbracht und nach dem Runterfahren sind wir aus dem Korridor raus, das hat uns halt ein paar Strafkilometer gekostet. Aber sonst sind wir gut durchgekommen.
In der 2. Etappe war das Team erst richtig eingespielt. Heute haben wir bei der Herfahrt 2 Bären gesehen, wir hoffen, dass wir sie auf dem Video mit der GoPro gemacht haben.
Und was hat Euch auf dem Hang so lang aufgehalten? Schnapsi: Ein rumänischer Buchenwald halt, weisst eh wie es ist. Dann noch keine Erde, nur Lehm, winden, winden, winden. Dann ist mir noch die Vorderachssperre aufgegangen… Da haben wir 5 Stunden herumgeschissen, dann sind wir ins gleiche Tal wieder runtergekommen. Aber nachher ist es wieder gut gegangen, rauf auf die Anhöhe wo der Skilift ist und es hat wieder gut funktioniert.
Im Team hat’s gut funktioniert, wir sind ja 2015 schon mitgefahren aber die beiden anderen im Team, wie wir da im Steilhang festgehangen sind, das hat schon ein bisschen an den Nerven gezehrt aber am Abend wie wir zusammen gesessen sind, hat sich das alles am Lagerfeuer wieder entspannt und erledigt.

Jeep Team Slovenia (Gorjanc Janez): Im 2. Korridor ist es uns gut gegangen. Wir haben es geschafft den ganzen Korridor durchzufahren, also nicht zu verlassen. Heute war es so knapp. 12 Kilometer vor der Ziellinie war ein Auto ganz kaputt. Die Kardanwelle ist runtergefallen. Hinterachse lose. Wir haben gedacht ,jetzt ist Schluß, aber unsere Meister haben das geschafft in einer Stunde. Wir haben kalkuliert bis Mittag über die Ziellinie zu fahren (in unserem Zeitlimit) und waren um 11:54 Uhr im Ziel, die letzten Kilometer haben wir im Schritttempo gemacht.
Die Stimmung bei uns im Team war jeden Tag besser. Wir waren noch kein Team vorher, aber die Rollen sind immer besser verteilt. Das Team hat sich ja erst 14 Tage vor der Trophy zusammengetan, wir haben uns vorher nicht gekannt. Für mich war das persönlich mein erstes Offroad-Erlebnis. Persönlich habe ich nur einen Pickup für meine Familie mit Kabine. Ich habe am Erzberg beim Globetrotterrodeo die Teilnahme für ein Auto gewonnen. Andere von meinem Team sehen jetzt, dass nicht nur Offroad, sondern Taktik und Navigation wichtig sind.

Korridor Express (Martin Friedl): Das Niveau ist so wahnsinnig gestiegen im Teilnehmerfeld, das ein ehemaliges Spitzenteam in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abgeglitten ist. Aber das ist auch gut so. Ich freue mich, dass es neue, junge, frische, motivierte und wirklich gute Teilnehmer gibt und das tut der Veranstaltung sicher auch gut, dass es hier einmal einen Wechsel im Spitzenfeld gibt. Es war auch gut, dass der Korridor auch von vielen Teams zu schaffen war heuer erstmals. Das war eigentlich noch nie in der Form da. In Summe war das sicher eine schöne Fortsetzung der Geschichte SuperKarpata Trophy.

Lords of Darkness (Martin Brügge): Der 2. Korridor war deutlich feuchter und schwieriger zu fahren als der 1. Mit einem Auto an dem nur 3 Bremsen funktionieren immer noch ein bisschen gemässigtes und vorsichtiges Fahren. Wir haben das Beste draus gemacht und lassen uns überraschen. Wir hatten Spaß, feuchtfröhlich im Sinne vom Regen. Die Zelte haben den ganzen 2. Korridor nicht abgetrocknet. Die Stimmung im Team war eigentlich immer gut. Wir haben uns einmal ausgetauscht und festgestellt, dass wir gar nicht so schlecht dastehen, was das innere Team anbelangt, das haben wir bei der Sonderprüfung gesehen.
Im Vergleich zur anderen SuperKarpata Trophies merkt man das es immer mehr instrumentalisiert wird. Das Handy-Netz ist immer besser. Leute organisieren sich Ersatzteile und Hilfe übers Handy. Der Event kriegt einen anderen Modus. Ich persönlich liebe mehr diesen Expeditionscharakter.

Mü: Wir haben den Einstieg nicht gefunden, ein Weg rein war nach 10 Kilometern eine Sackgasse. Nach 5 Stunden Arbeit außen rum, außerhalb des Korridors geschlafen, nächsten Tag wieder rein, dann haben wir etwas gemacht, sind unten wieder rausgekommen. Östlich haben wir dann einen Weg gefunden, gestern und heute einen halben Tag Offroad. Wir sind ein Bachbett hoch, das war zum Glück nicht schmierig. Im Team vertragen wir uns sehr gut, wir kennen uns ja sonst auch. Die gesamte Karpata? Eine spassige Sache.

Nici un pic normal in Cap (Ruedi Ringger): Das war die beste SuperKarpata Trophy für mich, für unser Team. Der 2. Korridor ist noch besser gelaufen als der 1. Am 2. Tag kommen zwei Pinzgauer hinter uns (teamsaurer2) hinter uns(!) und da gibt es das schöne Bild, wo ein Land Rover einen Pinzgauer hochzieht. Es hat super Spaß gemacht. Auch unser Team hat absolut perfekt funktioniert. Es war schwierig zu fahren, es war sehr schmierig, teilweise ging es nur mit der Winde hoch, aber technisch keine Probleme. Für mich wieder eine Wahnsinns-Woche. Wunderschöner Korridor, großes Kompliment an den Georg.

Offroad Korridor (Martin Merz): Es war wieder ein sehr gutes Jahr, wunderschön. Der 1. Korridor nur Sonne, wunderbar. Der 2. Korridor das pure Gegenteil: Regen, rutschig, Schlamm, Morast aber – passt. Das gehört dazu. Wir hatten dieses Jahr wirklich 50:50. Die Herausforderung war im 2. Korridor schon das Wetter. Das hat Spaß gemacht. Wir sind heil im Ziel, wir konnten doch alles im Korridor fahren und bleiben und den Rest sehen wir heute Abend.

Offroad Team Bergschmiede (Siegfried Monitzer): Gesamt einfach wieder bärig gewesen. Der 1. Korridor, durch das das er so trocken war, schön aber nicht so am Limit. Der 2. Korridor durchgehend mehr Spaß. Der Regen hat das natürlich interessanter gemacht. Im 2. Korridor haben wir auch „besser durchgefunden“. Im 1. haben wir uns da ein bisserl vertan. Aber alles in allem: Unbedingt wieder kommen. Auch mit den anderen Teams mit denen wir zusammengekommen sind, einfach einen bärigen Kontakt gehabt. Gestern am Abend sind wir mit dem teamsaurer2 zusammengekommen, auf der gleichen Stelle hängengeblieben, weil meine Winde kaputt ist. Da haben wir gemeinsam campiert. Das sind halt die Sachen, die es nochmals spezieller machen. – Wenn man so wieder zuhause ist, dann vergisst man halt die Sachen aber wenn es losgeht hier, dann gleich nach dem 1. Eck, dann bist wieder voll drin, so bärig, das Fahren ist echt ein Traum hier herunten. Ich muss mich auch wundern, wie man den Korridor zusammenstellt und auswählt, das ist sicher keine Aufgabe. Hut ab an den Georg.

One Spirit (Fritz Fankhauser): Das Endfazit ist sehr gut. Wir haben das erste Mal alles im Korridor geschafft, das ist ein Ziel das wir hatten. Der 1. Korridor sehr staubig, der 2. Korridor sehr nass. Jetzt war’s immer so, dass wir an der Grenze waren. Es ging einfach immer. Man hat streng gearbeitet aber es hat sich wenigstens rentiert. Man kommt wenigstens ans Ziel. Es war nicht so, dass wir wo anstiegen und wieder zurückmussten. Wir kamen immer ans Ziel. Wir sind nie zurückgefahren. Einfach in den richtigen Wegen.

On the Rocks (Lars Vögtli): Wir haben uns die ganze Karpata nicht so hart vorgestellt. Gestern haben wir zusammen etwa sieben Stunden Windeneinsatz. Jedesmal bist Du wieder oben und denkst, jetzt ist fertig und es nochmals 50 Meter rauf. Ja, gestern war mühsam. Wir fuhren um 7:30 Uhr ab und kamen um 20:29 Uhr am Schlafplatz an. Dann mussten wir heute aus dem Korridor mit technischen Problemen aus dem Korridor raus. Unser Jeep hat keine Winde, keine Sperre mehr. Wir wollten nur mehr ins Ziel um keine Disqualifikation zu riskieren sind wir 35 Kilometer außen rum zu fahren. Besser als DQ für uns ist dass wir durchfahren konnten. War auch gut ein paar Tage Regen, dass wir das auch noch gesehen haben aber jetzt, die Sonne, das ist wieder besser. Nächstes Jahr, wenn wir ein Team bilden können, sind wir wieder dabei.

outofcontrol.ch (Udo Ketzer): Das war sensationell. Da war natürlich alles dabei, was man sich von der SuperKarpata Trophy vorstellt. Das Wetter entsprechend. Mein Auto hat jetzt einen neuen Namen: die kleine englische Bergziege. Einfach Klettermodus rein und hoch die Berge… Im 2. Korridor haben wir auch kaum Pannen gehabt, das hat sich eingespielt, im 1. haben wir doch ein paar Fehler gemacht. Nochmals Gratulation ans Navigationsteam, die haben sensationelle Wege gefunden, die gab’s gar nicht und dementsprechend konnten wir mit den Autos das auch umsetzen. Trotz der Bedingungen sind wir megamässig vorangekommen. Im Team haben wir eine absolute Mega-Stimmung. Nach dem 1. Korridor war die Stimmung auch nicht gedämpft aber wir haben uns ein bisschen mehr versprochen.
Fürs nächste Mal, die nächste Karpata haben wir schon wieder 300 Dinge am Auto gefunden, die verändert werden können: die Küche bleibt zuhause, es gibt genug gute Lokale in der Gegend. Jetzt warten wir noch das Ergebnis ab, ich verrate nur so viel, da ist nicht viel dazugekommen und ein feiner Abschluss für die diesjährige Karpata.

Platz-Hirsche (Torsten Hirsch): Im 2. Korridor mussten wir nicht einmal in die Werkstatt. Es lief perfekt für uns. Wir mussten einmal nur aus dem Korridor fahren. Wir haben sehr nette Teams kennengelernt mit denen wir im Wald genächtigt haben. Einer hatte eine Gitarre dabei gehabt. Wir haben gesungen, einer slowenisch der andere deutsch. Wir haben ja auch die Sonderprüfung gemeinsam gemacht und da wächst man automatisch zusammen. Die zweite Nacht haben wir dann mit einem Team aus der Schweiz verbracht. Die Flußdurchfahrten waren nicht ohne, da kam noch der Regen dazu den wir vorher nicht hatten. Da mussten wir uns schon gegenseitig sichern. Wir freuen uns, dass es so gut gegangen ist. Nach der 1. Etappe haben wir gesagt: Mein Gott, wo führt das hin. Wir sind ja zum 1. Mal dabei und da kannst Du nicht mitspielen bei den Jungs die da vorne mit dabei sind, aber wir sind an der Aufgabe gewachsen. Auch die Navigation hat bei uns super geklappt.

Red Ants (Daniel Straub): Diese Karpata war relativ relaxed. Wir sind immer gut durchgekommen, hatten sehr viele Ruhephasen, hatten fast zu wenig Bier für diese Ruhephasen aber das war vielleicht gut so (lacht). Es ist überall sehr gut gegangen. Das Straßennetz wird in den Karpaten auch immer dichter. Wir haben festgestellt, dass es mehr Wege gibt als auf unseren Karten vorhanden sind. Wer sucht, der findet.
Im 2. Korridor haben wir uns gesagt, wir greifen auch mal an. Im 1. sind wir ja eher chicken-like gefahren, weil wir ja eine andere Route wählten als die einfachste gewesen wäre. Mit unserem Reisetempo sind wir dann erstaunlicherweise auch einmal auf die teamsaurer2 aufgefahren, die haben aber dann einen draufgelegt und sind uns dann davongezogen, das war aber schon am Ende des Korridors. Einen Kilometer vor der Ziellinie hatten wir noch einen Plattfuß, die haben wir dann mit dem Plattfuß passiert. Sonst, guter Teamspirit bei uns, die Navigatoren haben sehr gute Arbeit geleistet, einen großen Teil – falls wir Erfolg haben sollten – ist den Navigatoren zuzuschreiben. Die haben einen Superjob gemacht.

Spirit of Expedition (Michael Waldl): Ja, die SuperKarpata war wieder anders. Die 1. Etappe war ja gekennzeichnet durch ein noch nie dagewesenes Schönwetter, das glaube ich zweieinhalb Tage gedauert hat. So etwas haben wir ja noch nie gehabt. Durch den kurzen Korridor war das so eine richtige schöne Altherren-SuperKarpata: Um 9 Uhr aufstehen um 10 Uhr wegfahren, ein bisschen Bachbett, ein bisschen Winchen und dann – der Ermüdung geschuldet – um 15 Uhr wieder Stop und in der Sonne liegen, also die 1. Etappe war super.
Die 2. Etappe war dann ein bisschen stressig. Das Zeitfahren kommt uns nicht so zugute, wir sind keine Zeitfahrer. Wenn es darum geht, wer ist der Schnellste, das liegt uns nicht so. Wir sind einfach zu langsam, wir fahren jetzt auch nicht schneller. Weil, den Ersten können wir eh nicht einholen. Wir haben immer einen Weg gefunden, fast nicht umgedreht aber offenbar von den vielen Wegen immer den schlechtesten ausgesucht und das über den ganzen Korridor. Wir sind Bach rauf, Bach runter, raufgewincht, runtergewincht, das halt den ganzen Tag lang. Aber das war ok. Es waren halt andere, viele andere, schneller als wir.

Spurlos (wie in der Mitteletappe): Für uns war der 2. Korridor sehr anstrengend aber auch sehr interessant und wunderschön zum Fahren. Wege die keine Wege mehr waren aber wirklich super. Technische Probleme haben wir keine. Der Defender macht Geräusche aber sonst nichts. Der Teamgeist hat im Regen überhaupt nicht gelitten, wir sind eher mehr zusammengerückt.

teamsaurer2 (Gregor Schiller): Der 1. Korridor war völlig problemlos. Da sind wir durchgeflogen. Da war auch das Wetter traumhaft schön, der hat eigentlich fast keine Schwierigkeiten geboten, das war ein Urlaub in den Karpaten. Der 2. Korridor war ein bisserl herausfordernder, auch vom Wetter her. Es hat am Start zu regnen begonnen, dadurch sind natürlich die Anstiege schwieriger geworden. Wir haben aber trotzdem sehr wenige Fehler gemacht. Ich habe mir das im Nachhinein beim Fahren ein bisschen überlegt, wir hätten da und dort vielleicht einen besseren Weg finden können aber alles in allem ist es wunderbar gelaufen. Wir haben Offroad Team Bergschmiede mal getroffen in einem Steilhang, denen ist die Winde eingegangen, die haben wir dann den Steilhang hinaufgezogen. Das ist sich dann von der Zeit nicht ausgegangen, daraufhin haben wir im Steilhang Campen müssen, das habe ich so auch noch nie gemacht. Ich höre das sonst nur von anderen Leuten dass sie im Steilhang stehen. Das war aber ein echt lustiger Abend. Sonst, wunderbar gelaufen, technisch hatten wir fast keine Probleme, gestern hat die Navigation ein bisserl gesponnen, weil der Computer dauernd abgestürzt ist. Das war aber nichts Ernstes, was uns aufhält. Auspuff haben wir mal verloren, den einen oder anderen Hufnagel aus dem Reifen gezogen aber das ist normal.
Zwischenfrage: Mir wurde erzählt, es gibt ein Foto von dieser Karpata, wo ein Land Rover einen Pinzgauer am Seil hat und raufzieht…? Gregor (lacht): ein peinliches Foto. Wir sind auf die Nici un pic normal in Cap aufgelaufen, an einem Weg entlang des Baches hinauf und da ist oben eine Forststraße gewesen, dahin gab es eine 3 oder 4 Meter hohe Straßenböschung und da haben die Nicis sehr gekämpft und weil wir nicht wussten wie die Zeitabstände sind, weil die Spirit of Expedition sind uns am Tag davor entgegengekommen, haben wir uns gedacht, die könnten vor uns sein, weil es waren immer wieder Spuren da. Wir wussten, wir sind nicht ganz vorne im Korridor, also hat uns die Zeit ein bisschen gedrückt und wir haben einen eigenen Weg raufgesucht, damit wir nicht warten bis alle drei Autos oben sind. Der Richard bei uns hat leider auf seinem Auto nicht mehr so ganz neue Reifen und wir sind da auch ganz gut hingekommen, bis zu dieser Straßenböschung. Da sind wir dann mit Anlauf rauf und oben waren ein paar große runde Steine an denen wir immer hängengeblieben sind. Ums Verrecken sind wir da auf den letzten Zentimetern nicht drübergekommen.
In der Zwischenzeit haben die Nicis ihre Autos schon oben gehabt und weil dort kein Baum und nichts in der Nähe war haben sie sich dankenswerterweise zur Verfügung gestellt, dass wir unsere Pinzgauer bei ihnen anhängen und sie uns die letzten 10 Zentimeter rüberziehen. Da habe ich mir eigentlich gedacht, das ist ja ganz nett, warum eigentlich nicht, weniger Arbeit. Dass es dann zu solchen Fotos kommen könnte, daran habe ich in dem Moment nicht gedacht und das war mir nachher furchtbar unangenehm (lacht). Marketingtechnisch natürlich ein Desaster aber eine war eine total lustige Stimmung und sie haben uns dann vorbeigelassen.
Dann ist es wunderbar weitergegangen, das war am 2. Tag und das war das letzte Fragezeichen in meiner Routenplanung und am Ende waren wir dann da durch und haben gewusst, es schaut gut aus.
Frage: Dein Platz als Navigator, machst Du das nächstes Jahr auch so? Gregor: Ich glaube, ich sitz wieder links vorn.

United (Clemens Stiegholzer): Im 2. Korridor eigentlich keine Probleme gehabt, außer ein paar Anstiege im Wald die überhaupt keine Tragfähigkeit gegeben haben und sehr tief waren. Wir waren vielleicht das 3. oder 4. Team und da war der Boden schon sehr locker. Aber abgesehen von dem einen Berg ist eigentlich sehr gut gegangen und keine Fehltritte mit der Navigation alles auf Schiene, da eine Bremsleitung getauscht die war abgerissen. Beim Max hatten wir ein Dieselzufuhrproblem, das haben wir aber dann auch behoben.

wacky Wolves (Wolfgang Rasper): Der 1. Korridor lief sehr gut, im Gegensatz zum 2. Das liegt am technischen Defekt. Mit dem 1. waren wir wirklich sehr zufrieden, da hatten wir auch einen technischen Defekt, den konnten wir aber dank Freunden sehr gut lösen, leider kam dann noch ein zweiter technischer Defekt dazu, dass es das vordere Differential bei mir zerbröselt hat. Man hörts auch jetzt noch beim Fahren. Da fährt immer ein bisserl die Angst mit ob’s jetzt blockiert oder nicht und wenn ich in eine Kurve reinfahre, ob’s jetzt gradeausfährt oder eh nicht. Ich bin aber guter Dinge, dass wir heimkommen damit. Ein neues haben wir bereits gekauft. Beim 2. Korridor haben wir halt versucht mit Heckantrieb so weit zu kommen wie es ging, durch den starken Regen ging’s halt leider nicht so weit. Dann haben wir den Korridor verlassen, leider durch eine Zunge durch, so dass wir drei Kreuzungen drin haben. Dann haben wir in den Urlaubsmodus geschaltet, haben eine schöne Pension gesucht, haben sehr gut gegessen und getrunken. Dann haben wir den Korridor gekreuzt und wieder eine Pension gehabt und heute haben wir die Ziellinie überfahren, damit wir nicht disqualifiziert (DQ) sind und wenigstens noch in der Wertung sind. Da die 2. Etappe kürzer war als die 1. sind wir der Hoffnung, dass wir nicht so viele Strafkilometer kriegen wie manche Teams im 1. sodass wir innerhalb der gewerteten Teams nicht die letzten sind. Hoffen wir mal, ob es so kommt, sehen wir heute Abend.

Warthogs (Fabio Poletto): Wir sind am 1. Tag beim Einstieg in den 2. Korridor über eine Alm gefahren, das ging sehr gut, wir konnten sehr viel Zeit gutmachen. Das Problem war dann der Hohlweg danach den Berg runter. Da hat es einen Ast am Cherokee oberhalb der Benzinpumpe reingedrückt, dann lief der Motor nicht mehr und das bei 50 Prozent Gefälle mit sehr vielen Steinen. Da haben wir dann das Auto bei mir angemacht, dann ist das Auto ins Rutschen gekommen, hat mein Auto mitgezogen. Ich mit vier blockierenden Rädern habe mir die ganze Getriebeschutzplatte raufgedrückt. Darauf ist der ganze Antriebsstrang schräg gestanden. Bei der Bergung des Autos hat sich noch ein Abschleppseil um die Vorderachse gewickelt und die Bremsleitung ruiniert. Das heißt, wir konnten nicht mehr bremsen. Beim Abstieg vom ganzen Berg waren noch die Erdfekeln dabei. Wir sind dann runter mit ihnen. Nach der ganzen Aktion wollten wir eigentlich das Auto rausziehen, mit einem Abschleppdreieck, das wir dabei haben, das funktionierte nur bedingt. Auf der Schulterpiste ist der Cherokee gegen die Hanglage gerutscht, wir mussten alles nochmals kehren, sehr heftig. Dann kamen wir noch 3 Minuten vor Fahrzeitende auf den Parkplatz einer Pension, haben den Cherokee noch händisch in den Parkplatz gestoßen und das war’s – last minute.
In der Nacht haben wir noch die Benzinpumpe repariert, natürlich dazu den ganzen Tag mit Schutzplatten etc. ausbauen. Am nächsten Tag haben wir die Bremse gemacht. Danach mussten wir in eine Werkstatt, weil die Getriebeschutzplatte nicht mehr so einfach zu richten.
Jetzt hat es mir bei der Herfahrt noch den Panhartstab abgerissen, das heißt die Hinterachse läuft einfach hin und her. Jetzt stellt sich nicht mehr die Frage was wir reparieren, sondern in welcher Reihenfolge.

Wolfpack: Die SuperKarpata war super. Wie im letzten Jahr auch. Es hat viel mehr Spaß gemacht, weil wir besser gewußt haben, was uns erwartet. Wir konnten uns besser vorbereiten. Wir sind besser gefahren, haben viel besser navigiert aber auch einige Probleme gehabt: Unser Fahrer hat sich einen Finger augekegelt und der Willy im Wranger, dass der noch fährt ist ein großes Wunder. Er hat am Jeep keine Stoßdämpfer mehr, kaputte Spur- und Lenkstangen. Fast alles ist kaputt gewesen, wir haben aber auch alles wieder repariert. Deswegen sind wir auch einige Kilometer außerhalb des Korridors gefahren.


























