SUPERKARPATA 2010
Zum Showstart der SuperKarpata 2010 trafen sich die Teilnehmer am 8.Mai bei schönstem Frühlingswetter im Barockschloss Halbturn. Zur Einstimmung auf die Woche in den Karpaten bot CAM Vienna eine atemberaubende Freestyle und Akrobatik Performance. Anschließend fanden unter Beifall des Publikums die offizielle Begrüßung und die Teamvorstellung statt. Nachdem jedes Fahrzeug mit einem prall gefüllten Lunchpaket versorgt war, erfolgte der Showstart durch den Red Bull Bogen. Der Filmhelikopter begleitete die Fahrzeuge entlang der Autobahn bis an die ungarische Grenze.
Nach jahrelanger SuperKarpata Tradition musste vor dem Start in die Fahretappe die erste Sonderprüfung bewältigt werden. Ein Geländewagen pro Team sollte 10cm hoch angehoben werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass jegliche Tragekonstruktion weder unter dem Auto, noch im Umkreis von 20cm um das Auto den Boden berühren durfte. Mit teils abenteuerlichen Konstruktionen schafften die meisten Teams diese Sonderprüfung in den vorgegebenen zwei Stunden und erhielten somit eine Zeitgutschrift für die Fahretappe.
Nach Ausgabe der Landkarten und Montage der Blackboxen verschwanden die Teams in den Tiefen der Rumänischen Karpaten. Es folgten drei anstrengende Tage, viele Wege waren von umgestürzten Bäumen blockiert, der Boden von der Schneeschmelze aufgeweicht. Regen behinderte das Vorankommen und machte viele Wege unpassierbar. Immer wieder schlossen sich Teams spontan zusammen um Hindernisse gemeinsam zu bewältigen. Die ersten Defekte konnten Dank großartiger Improvisationsgabe in den rumänischen Werkstätten behoben werden. Dadurch kam auch der Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung nicht zu kurz.
Das Mittelziel befand sich an einem Campingplatz des Missionswerks Osteuropa. Er liegt an einem idyllisch gelegenen Bergsee, das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten Seite. Am Abend folgte nach dem köstlichen Abendessen die allseits erwartete Verlautbarung der Zwischenergebnisse, die so manche überraschende Platzierung bereit hielt!
Viel Zeit zum Relaxen und Reparieren hatten die Teams heuer nicht, denn schon am nächsten Tag folgte die zweite Sonderprüfung. Es galt ein Ersatzrad zu bauen und damit eine Strecke von 200m zu bewältigen. Die Kreativität der SuperKarpata Teilnehmer war wieder einmal aufs Äußerste gefordert und schon nach kurzer Zeit rollten die Geländewägen auf knarrenden hölzernen Baumscheiben, Platten- und Bretterkonstruktionen durch den Parcours.
Die zweite Etappe verlangte Mensch und Material alles ab. Im hochalpinen Gelände versanken die Teams im hüfttiefen Schnee, die Wege waren mit riesigen Steinen und Wurzeln blockiert, die Hohlwege waren so tief ausgeschwemmt, dass die Geländewägen darin verschwanden. Teilweise ging es nur noch mühevoll mit Schneeketten und Seilwindeneinsatz weiter. Die langen Tagesfahrzeiten waren sehr kräftezehrend, zusätzlich wechselte das Wetter im Stundentakt zwischen Sonnenschein, Regen, Hagel, Graupelschauer, Schneefall und Nebel. Tagesleistungen von nur wenigen Kilometern waren keine Seltenheit, die Navigatoren hatten große Mühe ihre Teams wieder vom Hochplateau herunterzuführen. Aber die Strapazen wurden mit phantastischen Aussichten in menschenleerer Landschaft belohnt. Beim abendlichen Lagerfeuer trocknete man seine Kleidung und ließ die bestandenen Abenteuer des Tages Revue passieren.
Ein erloschener Vulkankrater war der letzte Checkpoint und zugleich landschaftlicher Höhepunkt der zweiten Etappe.
Nach einer anstrengenden Woche in den Karpaten trafen die Teams am 15. Mai zur Siegesfeier in Medias ein. Bei einer Sonderprüfung mussten die Teilnehmer noch einmal vor begeistertem Publikum ihr Fahrkönnen unter Beweis stellen. Es galt über zwei Schrottautos zu fahren und Holzkästen gefüllt mit Steinen und Autoreifen zu bezwingen. Nach einem Interview auf der Rampe bezogen die Teilnehmer ihre Zimmer und gönnten sich die langersehnte Dusche.
Der Auftritt der rumänischen Liveband Aminda & Hazard heizte die Stimmung an, sodass nicht einmal der einsetzende Regen den begeisterten Teilnehmern und dem Publikum etwas anhaben konnte.
Als Schlussakt folgte die mit Spannung erwartete Siegerehrung mit einem fulminanten Feuerwerk.
ERGEBNISSE
Wertungen, Tracks und Protokolle
Team Spirit Award
- 1. Platz:
Team Korridor-Express (5 Stimmen) - 2. Platz:
Team Black Magic (4 Stimmen)
Team Dirt Devil (4 Stimmen)
Team Landy Doc (4 Stimmen) - 3. Platz:
Team Offroad
Team Austria (3 Stimmen)
Team Taschenrechner (3 Stimmen)
Protokolle
Hier sind Auswertungen jedes einzelnen Autos enthalten. Für die Wertung des Teams werden natürlich bei Unterschieden die längere Fahrzeit bzw. die größere Summe an Strafkilometern herangezogen!
Download (zip-Datei)
Gesamtwertung
|
Platz |
Team |
StrafKM |
Fahrzeit |
|
1 |
Spirit of Expedition |
161,929 |
59:50 |
|
2 |
Balu |
181,708 |
59:16 |
|
3 |
LandyDoc-Expedition |
262,678 |
58:20 |
|
4 |
Dirt Devils |
281,066 |
55:45 |
|
5 |
H+H |
292,814 |
59:31 |
|
AUSFALL |
Gweihriver |
||
|
AUSFALL |
Primavera |
||
|
AUSFALL |
Sissies reloaded |
||
|
AUSFALL |
Taschenrechner |
||
|
AUSFALL |
Tiefflieger |
||
|
DQ |
Black Magic |
230,026 |
58:57 |
|
DQ |
Cherokee-Toyoten |
293,228 |
58:20 |
|
DQ |
Crazy Dogs |
194,872 |
65:11 |
|
DQ |
Korridor-Express |
163,797 |
64:40 |
|
DQ |
Offroad Team Austria |
284,568 |
60:47 |
|
DQ |
Saurer 2 – No Problaim |
178,302 |
66:05 |
Wertung 1. Etappe
|
Platz |
Team |
StrafKM |
Fahrzeit |
|
1 |
Spirit of Expedition |
83,782 |
25:07 |
|
2 |
Crazy Dogs |
89,123 |
25:58 |
|
3 |
Saurer 2 – No Problaim |
92,134 |
26:34 |
|
4 |
Balu |
95,78 |
24:03 |
|
5 |
Korridor-Express |
98,925 |
25:32 |
|
6 |
Black Magic |
107,507 |
24:47 |
|
7 |
Taschenrechner |
115,946 |
23:35 |
|
8 |
H+H |
118,83 |
26:22 |
|
9 |
LandyDoc-Expedition |
128,511 |
23:22 |
|
10 |
Cherokee-Toyoten |
133,29 |
23:46 |
|
11 |
Sissies reloaded |
139,972 |
25:56 |
|
12 |
Dirt Devils |
150,569 |
23:33 |
|
13 |
Offroad Team Austria |
151,5 |
23:15 |
|
AUSFALL |
Gweihriver |
||
|
AUSFALL |
Primavera |
||
|
AUSFALL |
Tiefflieger |
Wertung 2. Etappe
|
Platz |
Team |
StrafKM |
Fahrzeit |
|
1 |
Spirit of Expedition |
78,147 |
34:42 |
|
2 |
Balu |
85,929 |
35:13 |
|
3 |
Dirt Devils |
130,497 |
32:12 |
|
4 |
LandyDoc-Expedition |
134,167 |
34:57 |
|
5 |
H+H |
173,985 |
33:08 |
|
AUSFALL |
Gweihriver |
||
|
AUSFALL |
Primavera |
||
|
AUSFALL |
Sissies reloaded |
||
|
AUSFALL |
Taschenrechner |
||
|
AUSFALL |
Tiefflieger |
||
|
DQ |
Black Magic |
122,519 |
34:09 |
|
DQ |
Cherokee-Toyoten |
159,938 |
34:34 |
|
DQ |
Crazy Dogs |
105,749 |
39:13 |
|
DQ |
Korridor-Express |
64,872 |
39:07 |
|
DQ |
Offroad Team Austria |
133,067 |
37:31 |
|
DQ |
Saurer 2 – No Problaim |
86,167 |
39:31 |
STORIES
Hier stellen wir eure Erlebnisberichte ein bzw. verlinken sie.
Balu (pdf-Datei)
Dirt Devils (pdf-Datei)
Sissies reloaded (externer link)
Spirit of Expedition (pdf-Datei)
FEEDBACK
Sue und Kurt (Black Magic)
Hallo Georg,
die Zeit ist vergangen seit der Siegerehrung und der Alltag hat uns wieder. Wir möchten dem SK Team herzlich Danken für den Super Anlass. Ich glaube es war eine SK die man zuerst erfinden muss, (Die Schweizer haben es aber diesmal nicht). Es herschte ein Spirit unter Teams und der Orga, sowas muss man suchen.
Die DQ, ach ja die gehen in Ordnung, auch wenn es im Moment hart war. Doch das Erlebnis dieser Woche mit der Bevölkerung, mit den Teilnehmer beherscht den Sport.
Deine Erkenntnis, den Korridor nach der Ziellinie Durchfahrt passieren zu können oder nicht in Versuchung zu kommen ist Fair und Sportlich. Was die Zeitüberschreitung angeht, für mich klar, einmal ist Ende.
Noch ein Gedanke: Vielleicht könnte der Start und das Ziel am gleichen Ort stattfinden in Runänien. Ist mir klar das Schloss Halbturn wäre dann ausgelassen. Doch würde vielleicht einiges einfacher für Alle (Anreise,Depot Hänger etc.)
Wir freuen uns auf jedenfall auf 2011 und werden schauen ein Schw. Team mehr zu motivieren können.
Lieber Gruss aus der Schweiz
Team Black Magic , Sue und Kurt
Adi Blaim & Marion Herpel (Saurer 2 – No Problaim)
Hallo Georg!
Waren wirklich erschöpft als wir schlußendlich in Wien angekommen sind. Brauchen für die kommende SuperKarpata ein Fitness-Trainig davor.
War aufregend, Spannend, schön, aber auch gatschig, kalt, nass, ermüdend. Wirklich tolle Erlebnisse in sehr kurzer Zeit.
Brauche noch ein paar Tage, dann hat mich die Lust auf eine neue SuperKarpata schon wieder. Diesmal können wir besser abschätzen was uns erwartet.
Freuen uns schon auf die SK 2011
Liebe Grüße, Adi Blaim
Ole Wegner (Dirt Devils)
Lieber Georg, liebes Superkarpata-Team,
über einen Monat sind wir wieder in der Heimat, der Alltag hat uns leider schnell wieder eingeholt. Dennoch möchte ich es nicht versäumen Dir und Deinem fantastischen Team ein paar Zeilen zu schreiben.
Bereits das zweite Jahr durften wir nun Teilnehmer der Superkarpata sein. Leider ist mein Bruder kurzfristig ausgefallen, aber wir konnten Gott sei Dank schnell für adäquaten Ersatz sorgen. Für eure Flexibilität diesbezüglich vielen Dank. Da wir dieses Jahr im groben wussten was auf uns zukommt war die Vorfreude und die Zeit der Vorbereitung bereits in Erlebnis für sich. Wochenlang haben wir geplant, rumänische Karten organisiert, Packlisten überarbeitet und viele, viele Tage und Nächte unsere Defender vorbereitet.
Als es dann endlich losging und wir in Wien eingetroffen sind, waren wir wieder einmal über das Engagement, die Begeisterung Deines Teams, die Startlocation und dem perfekten Ablauf mehr als begeistert. Alles ging Hand in Hand. Der Korridor war aus unserer Sicht sehr hart und anspruchsvoll, die langen Fahrtzeiten gingen auch an die physischen Grenzen, denn wie Du uns kennst war uns ein ruhiger, langer Abend am täglichen nächtlichen Lagerfeuer ebenfalls sehr wichtig. Wir haben wieder einmal eine Landschaft gesehen die seines Gleichen sucht. Wieder wurden wir von der Gastfreundschaft und insbesondere die Hilfsbereitschaft überrascht. Euer Team hat uns wieder einmal dieses fantastische Land näher gebracht. Größte Freude hatten wir an den Sonderprüfungen und freuten uns immer wieder andere Teams zu treffen. Die Hilfsbereitschaft der anderen Teams war einmalig, die Stimmung untereinander hervorragend und das ganze trotz Wettbewerbsgedanken. Nach unserem Verständnis haben alle Teams den Geist der Superkarpata verstanden.
Lieber Georg, liebes Superkarpata Team. Ablauf, Organisation, Sonderprüfungen, Korridor, Verpflegung, Kommunikation, Notfallversorgung, Campingplätze, Stimmung, Ziellocation, Hotel und, und, und… waren aus unserer Sicht perfekt. Eine solche perfekte Organisation erlebt man wirklich selten. Von unserer Seite ein ganz großes Dankeschön für diesen fanatischen Urlaub. Bitte gebe dieses auch an Dein ganzen Team weiter.
Dennoch, das Land und die teilweise große Armut hat bei einigen von uns mentale Spuren hinterlassen. Kurzerhand haben die Sissies unterstützt von den Landydocs und uns den Dirt Devils eine kleine aber hoffentlich wirkungsvolle Hilfe für einige rumänische Kinder vorbereiten können. Auf Anregung von Volker unterstützen wir ein rumänisches Kinderheim mit Geld- und Sachspenden; Patenschaften wurden übernommen, Kleidung, Spielzeug wird nach Rumänien transportiert. Um hier noch ein kleines bisschen mehr helfen zu können habe ich mich an unsere lokale Presse gewandt. Uns ist es gelungen zwei Zeitungsartikel über unser Team, die Superkarpata und die große Not im Land zu platzieren. In einen von den Artikeln ist es mir gelungen einen Spendenaufruf zu platzieren. Beide Zeitungsartikel hänge ich diesem E-Mail an. Wir wollen so nicht nur Dir Dank sagen, sondern wollen so auch unsere Verpflichtung gegenüber europäischen Mitbürgern nachkommen. Wir hoffen sehr dass wir hier einen guten Weg gefunden haben.
Anbei sende ich Dir auch noch den Bericht den ich für unsere lokalen Zeitungen geschrieben haben.
Abschließend nochmals unser großer Dank. Bleibt so wie Ihr seid, und macht bitte weiter so mit der SK!
Herzliche Grüße aus Norddeutschland sendet, Ole im Namen aller Dirt Devils





